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Interview

„Einmal, vielleicht zwei Mal im Monat Fleisch essen“

Werner Lampert, Bio-Pionier seit den 1960er Jahren.
Werner Lampert, Bio-Pionier seit den 1960er Jahren.(c) Katharina F.-Roßboth
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Werner Lampert, Begründer von „Zurück zum Ursprung“, über grundsätzliche Fehler in der Landwirtschaft.

Wie soll Klimapolitik in der Landwirtschaft aussehen?

Großes Potential liegt in der regenerativen Landwirtschaft und im Humusaufbau. Wenn wir die ersten Schritte gehen, dann werden auch die nächsten gelingen. Ich habe immer gedacht: Mit dem Essen kann man die Welt verändern.

Und?

Es passiert auch, aber zu wenig. Wir brauchen eine extrem andere Landwirtschaft. Entscheidungen hätten schon in den 80er Jahren getroffen werden sollen, aber wir haben noch eine Chance, wenn auch nur eine kleine. Wir müssen sie jetzt nutzen. Wir brauchen keine populistischen Politiker, die Leute verführen. Wir müssen handeln!

In der Landwirtschaft?

Ja, unbedingt. Klüger wäre es bei Finanzsystemen anzusetzen, noch klüger bei den Transferzahlungen. Dann würde das Verantwortungsprinzip greifen. Jeder wäre verantwortlich für die Katastrophen, die er anrichtet. Dann kommt eine Dynamik in Gang, dass uns Hören und Sehen vergeht. Weil keiner sich dann noch die industrialisierte Landwirtschaft leisten kann.

Gibt es ein Grundproblem in der Landwirtschaft?