Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Neuer Fabia

Škoda Fabia oder Wie man das Ansehen des Kleinwagens hebt

Erstmals über vier Meter lang: Der neue Fabia hat eine neue Plattform bekommen. Die teilt er mit dem Seat Ibiza und VW Polo, unter anderem.
Erstmals über vier Meter lang: Der neue Fabia hat eine neue Plattform bekommen. Die teilt er mit dem Seat Ibiza und VW Polo, unter anderem.(c) ŠKODA AUTO
  • Drucken

Verblüffend geräumig und höchst umgänglich – nicht nur in der Stadt, auch auf der Langstrecke: Škodas feine neue Fabia-Generation.

Normalerweise ist es keine gute Idee, vom viel größeren und doppelt, ja eigentlich: dreimal so teuren Auto auf den kleinen Hüpfer umzusteigen. Hat sich aber so ergeben: von Škodas feinem SUV Kodiaq auf den Kleinwagen Fabia. Der Kodiaq wurde überarbeitet und aktualisiert, der Fabia, in vierter Generation, ist gänzlich neu.
Und siehe da: Keine Spur von Verdruss über das vermeintliche Downgrading. Stattdessen ein Déjà-vu im Cockpit: Es sieht ja alles gleich aus! Die gleiche Grafik der Instrumente, das gleich große zentrale Display zur Steuerung des Bordsystems. Die Sitze sind keine Schemel, sondern ordentlich dimensioniert (man glaubt gar nicht, was das fürs Empfinden macht). Wäre nicht die Sitzposition im Parterre statt im Hochparterre und der Ausblick ohne lange Motorhaube voraus, man könnte sich für ein paar Momente im gleichen Auto wähnen. Das muss man als Kompliment stehenlassen.
Denn keineswegs herrscht drangvolle Enge – der Fabia macht das Beste aus seinen Abmessungen, die so kleinwagesk gar nicht mehr sind: 4,1 Meter in der Länge, das entspricht dem immer noch beliebten 4er-Golf von 1997.

Auf Wunsch mit allen Finessen an Komfort und Assistenz: Fabia-Cockpit.
Auf Wunsch mit allen Finessen an Komfort und Assistenz: Fabia-Cockpit.(c) ŠKODA AUTO


Dass der Fabia über die Viermetergrenze sprang und gleich um elf Zentimeter in der Länge zugelegt hat – und merklich breiter wurde –, das liegt an der Plattform, die er im Konzern unter anderem mit Polo und Seat Ibiza teilt.
Nur dass der Škoda jener ist, der im Klassenvergleich am meisten Volumen, sprich Raum an Bord, herausschlägt. Sein Kofferraum fasst 380 Liter bei aufrechten Rücklehnen, und das Sitzen im Fond ist auch für Erwachsene gut machbar. Das soll freilich ein bisschen darüber hinwegtrösten, dass es vom neuen Fabia keine Kombivariante geben wird. Er ist sie quasi schon von Haus aus.
Schaltgetriebe? Gern, wenn es so ist wie dieses. Leichtgängig, aber doch sauber und definiert, dabei gut abgestimmt auf den Antrieb, in unserem Fall der Ein-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 110 PS. Ein fröhlicher, lebhafter Motor, den man unfassbar schaltfaul fahren kann, weil er sich aus niedrigsten Drehzahlen aufbäumen kann, wenn man nur das Gaspedal einebnet. Man hört recht wenig von ihm, auch das typische Dreizylinder-Schnarren verkneift er sich weitgehend. Hält man ihn auf Touren, entfaltet er richtige Gasslheizer-Attitüde. Warum soll ein Kleinwagen denn keine Hetz sein?

380 Liter Stauraum, ein Wert aus der Kompaktklasse - und jedenfalls Rekord bei den Kleinwagen.
380 Liter Stauraum, ein Wert aus der Kompaktklasse - und jedenfalls Rekord bei den Kleinwagen.(c) ŠKODA AUTO

Der Verbrauch hält bei um die sechs Liter, mit Spielraum in beide Richtungen. Zumal der sechste Gang Perspektiven für die Langstrecke eröffnet. Der optionale 50-Liter-Tank (statt 40) kostet nur eine Handvoll Euro und streckt die Reichweite nach WLTP auf über 900 Kilometer. In Sachen Komfort und Assistenz sieht schon die Basisvariante ab 19.500 Euro gut aus, in unserem Fall war schlicht alles drin, ergibt 26.500 Euro.
Nicht wenig für einen Kleinwagen – der allerdings das ist, was vor Kurzem noch der Golf war. (tiv)