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Leitartikel

Welle brechen oder durchtauchen? Die Omikron-Wette

Die Omikron-Welle unter Kontrolle zu bekommen, ohne den Hammer in Form eines Lockdowns auszupacken, ist die erste Bewährungsprobe für die neue Krisenkoordination GECKO.Die Presse/Clemens Fabry
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Die neue Variante ist leichter übertragbar, verursacht aber seltener schwere Verläufe. Eine Kombination, die neue Strategien erforderlich macht.

Sie ist zwei- bis dreimal ansteckender als Delta, die schon um 60 Prozent ansteckender ist als Alpha, die wiederum doppelt so infektiös war wie der Wildtyp aus Wuhan. Im Gegenzug führt die Variante Omikron seltener zu Spitalsaufenthalten. Bei Ungeimpften beträgt die Risikoreduktion gegenüber Delta etwa 25 Prozent. In der gesamten Bevölkerung – also inklusive Geimpfte und Genesene – sind es je nach Studiensetting 40 bis 70 Prozent.

Zwar müssen diese Beobachtungen mit Vorsicht bewertet werden, weil sie auf verhältnismäßig wenig Fallzahlen beruhen und zumeist aus Großbritannien stammen, wo mehr als 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sind oder bereits Kontakt mit Sars-CoV-2 hatten. Dennoch zweifelt mittlerweile kaum ein Mediziner daran, dass Omikron durch ihre zahlreichen Mutationen an Gefährlichkeit verloren hat. Denn während sie sich in den oberen Atemwegen sehr rasch vermehrt, gelingt ihr der Eintritt in das Lungengewebe deutlich schlechter als Delta, Alpha oder dem Wildtyp. Um die Ausgangslage mit nur einer Zahl zu beschreiben: Unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren führen Infektionen mit Omikron um rund 45 Prozent seltener zu Spitalsaufenthalten als Infektionen mit Delta.