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Gastbeitrag

Ist die Inflation gekommen, um zu bleiben?

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Vier Trends werden dazu führen, dass die Preise in Europa auf Dauer steigen werden. Die Geldpolitik kann wenig dagegen tun.

Die Verbraucherpreise sind im November um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen – das ist der Höchstwert seit 1992. Die Preistreiber sind Treibstoff- und Energiekosten sowie die nach wie vor ungelöste Pandemie und ihre Folgen für Logistik, Transport und Produktionskapazitäten. Gleichzeitig wurden durch großzügige Hilfen die Einkommen gesichert, was einen massiven Nachfrageschock verursachte. Auch wenn sich Ökonominnen und Ökonomen nicht ganz einig sind, inwiefern dieser Prozess temporär ist, lauern im Hintergrund andere Faktoren, die uns auf Dauer mehr Sorgen bereiten werden als die derzeitigen Preisschwankungen.

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Milton Friedman hat bekannterweise gesagt: „Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen.“ Dieses Zitat stammt aus dem Jahr 1956. Während Geldpolitik mit Sicherheit eine Rolle für die Entwicklung des Preisniveaus spielt, wissen wir inzwischen, dass auch andere Faktoren für die langfristigen Entwicklungen schlagend werden können. Vier weltweite, langfristige Trends werden dazu führen, dass Preise, insbesondere in Europa, auf Dauer steigen werden: Deglobalisierung, Dekarbonisierung, demografischer Wandel und Staatsverschuldung.