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Todesfall

Regisseur Jean-Marc Vallée im Alter von 58 Jahren gestorben

Jean-Marc Vallée bei den Emmy Awards 2019 in Los Angeles (Archivbild).
Jean-Marc Vallée bei den Emmy Awards 2019 in Los Angeles (Archivbild).Getty Images (Matt Winkelmeyer)
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Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallée wurde offenbar am Wochenende in seiner Hütte außerhalb von Quebec City tot aufgefunden. Bekannt wurde er mit „Dallas Buyers Club“, „Wild“ oder „Big Little Lies“.

Der kanadische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Jean-Marc Vallée ist Medienberichten zufolge im Alter von 58 Jahren gestorben. Er sei am Wochenende in seiner Hütte außerhalb von Quebec City in seinem Heimatland tot aufgefunden worden, berichteten US-Medien in der Nacht zum Montag übereinstimmend. Seine Pressesprecherin Bumble Ward teilte demnach mit, der Tod sei „unerwartet“ gewesen. Weitere Details sind zunächst nicht bekannt. Die Nachricht von seinem Tod löste bei Fans in den sozialen Netzwerken Trauer aus.

Vallées cineastische Biografie

Erste größere Erfolge feierte der in Montreal aufgewachsene Vallée mit dem Jugendfilm „C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben“ von 2005, in dem auch seine kleine Tochter Émile mitspielte. Einige Jahre später folgte der britische Historienfilm „Victoria, die junge Königin“ (2009) mit Emily Blunt in der gleichnamigen Titelrolle.

Der endgültige internationale Durchbruch kam dann aber mit dem biografischen Filmdrama „Dallas Buyers Club“. In dem Werk von 2013 spielt Matthew McConaughey einen Aids-Patienten, der in den 80er Jahren Medikamente in die USA schmuggelt - der Film basiert auf wahren Begebenheiten. Für „Dallas Buyers Club“ gab es zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen Oscar für McConaughey als bester Hauptdarsteller sowie einen Nebendarsteller-Oscar für Jared Leto.

Als nächstes folgte das Wildnisdrama „Der große Trip - Wild“ (2014), für das Vallée mit Reese Witherspoon arbeitete: Sie verkörpert hier eine Frau, die sich allein zu einer Mammutwanderung aufmacht, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Die beiden drehten dann auch noch die erste Staffel der US-Fernsehserie „Big Little Lies“ (2017) zusammen, für die Vallée einen Emmy für die beste Regie gewann. Weitere Emmys gab es damals unter anderem für Nicole Kidman als beste Hauptdarstellerin und Alexander Skarsgård als bester Nebendarsteller.

Branche und Familie trauern

Auch Vallées langjähriger Produzentenkollege Nathan Ross bestätigte in US-Medien dessen Tod. „Jean-Marc stand für Kreativität, Authentizität und dafür, Dinge anders zu machen“, zitierten die Branchenportale Variety und Hollywood Reporter aus einer Mitteilung. Jeder, der mit ihm zusammengearbeitet habe, habe sein Talent und seine Vision erkennen können.

Vallée war geschieden und hinterlässt zwei Kinder.

(APA)