Die britische Schonfrist für Einfuhren aus der EU endet am 1. Jänner 2022: Ab dem Neujahrstag müssen sich europäische Lieferanten an Zoll- und Ursprungsregeln halten.
Für Briten, die der Ansicht sind, dass der Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union vollständig abgewickelt wurde, dürfte der bevorstehende Jahreswechsel eine Überraschung bringen. Am 1. Jänner tritt nämlich eine Reihe von Änderungen im Handel mit der EU in Kraft, die den Warenfluss zwischen Großbritannien und dem Kontinent erschweren dürften.
Entgegen dem Slogan des Brexit-Referendums von 2016, „Take Back Control“, hatte die Regierung von Premierminister Boris Johnson bis dato die Kontrolle über die britischen Grenzen nicht vollumfänglich übernommen – und aus der EU kommende Waren weitgehend durchgewinkt. Der Grund für diese Zurückhaltung war die Sorge vor Versorgungsengpässen, außerdem wollte London den britischen Unternehmen nach der am 1. Jänner 2021 vollzogenen Abkoppelung vom EU-Binnenmarkt Zeit geben, sich auf die neuen Rahmenbedingungen vorzubereiten.