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Coronavirus

Alkoholverbote und zügellose Partys: Wie die Welt Silvester feiert

Das berühmte Feuerwerk im Hafen von Sydney 2019: Heuer gelten Zuschauerbeschränkungen und eine Impfempfehlung.(c) Getty Images (Hanna Lassen)
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Der zweite Neujahrsabend im Zeichen der Pandemie fällt rund um den Globus sehr unterschiedlich aus. Maskenpflicht, Impfpflicht oder gar keine Beschränkungen? Ein Überblick.

Feiern so wie früher? Wenn Milliarden Menschen in der Nacht auf Samstag das neue Jahr begrüßen, ist das nur an wenigen Orten wirklich ausgelassen der Welt möglich. Denn während die Weltgesundheitsorganisation WHO wegen des gleichzeitigen Zirkulierens der Delta- und Omikron-Varianten vor einem Infektions-„Tsunami“ warnt und viele Länder in Europa einen Höchststand an Neuinfektionen nach dem anderen vermelden, haben viele Regierungen Einschränkungen zu Silvester angekündigt.

Österreich etwa setzt auf die - umstrittene - Sperrstunde von 22 Uhr, im Privaten dürfen sich auch Ungeimpfte in einer Runde von bis zu zehn Personen treffen. Auch Deutschland setzt auf strengere Kontaktbeschränkungen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach ruft dazu auf, sich durch die Feiern „nicht gegenseitig zu gefährden“. Deutschlands größte Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin fällt heuer samt Feuerwerk aus.

In Frankreich, wo die Infektionszahlen zuletzt auf mehr als 200.000 stiegen, hat besonders die Hauptstadt Paris strenge Maßnahmen beschlossen. Von 31. Dezember bis 3. Jänner muss im gesamten öffentlichen Raum ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Premierminister Jean Castex rief Präfekten und Gemeinden in ganz Frankreich dazu auf, Feuerwerke, Konzerte und Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen am 31. Dezember zu verbieten. So wurden das geplante Feuerwerk und Konzert auf der Pracht-Avenue Champs-Élysées und das Lichterspiel am Eiffelturm heuer abgesagt.

Ganz im Gegensatz zur australischen Hafenstadt Sydney, wo heuer zum Spektakel über Harbour Bridge und Opernhaus wieder Zuschauer erlaubt sind.

Madrid hält nichts von Restriktionen

Auf Normalität setzt hingegen die Chefin von Spaniens Hauptstadt Madrid. Auch in Pandemiezeiten sollte die Bevölkerung die „Freiheit, mit den Freunden Bier zu trinken“ haben, sagt Regierungschefin Isabel Ayuso. So werden heuer nach einem Jahr Zwangspause wieder Tausende auf dem zentralen Platz Puerta del Sol erwartet, um mit den Glockenschlägen der Rathausturmuhr zwölf Trauben zu verspeisen - ohne weitere Beschränkungen.

Ungehinderte Neujahrsfeiern will Russlands Hauptstadt und Europas größte Metropole Moskau erlauben: Restaurants, Clubs, Silvester-Shows und Feuerwerke sind hier trotz angespannter Infektionslage ohne große Corona-Einschränkungen möglich.

Ähnlich gelassen - wohl auch aufgrund der hohen Impfrate - läuten die Vereinigten Arabischen Emirate das Neue Jahr ein. In Abu Dhabi ist eine Show des Star-DJs David Guetta vor dem dortigen Louvre-Museum angekündigt. In Dubai gibt es wieder eine Lasershow an der Fassade des Burdsch Chalifa, mit 828 Metern der höchste Wolkenkratzer der Welt.

Mit einem Impfnachweis dürfen in den USA 2021 Zuschauer die berühmte Feier am New Yorker Times Square besuchen.

In Rio de Janeiro in Brasilien wurde die traditionelle Party, bei der Feuerwerk von Flößen auf dem Meer abgefeuert wird und am Strand von Copacabana Musiker, Bands und DJs auftreten, erneut abgesagt. Vor der Pandemie zog sie jedes Jahr Millionen Touristen an. In reduziertem Umfang soll aber dennoch gefeiert werden - unter anderem im Freien, an den Stränden der Stadt.

Strikt agiert man auch in der indischen Megametropole Mumbai. Hier wurden Neujahrsfeiern in Restaurants, Hotels, Bars oder Clubs untersagt. Betroffen seien Versammlungen von vier oder mehr Personen sowohl drin als auch draußen, teilten Behördenmitarbeiter am Donnerstag mit. Das Verbot gilt ab sofort und bis zum 7. Jänner.

(APA/dpa/red.)