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Corona

Europa meldet weltweit die meisten Omikron-Infektionen

Wer in Frankreich auf der Straße keine Maske trägt, wird bestraft.REUTERS
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Frankreich, Italien und Irland vermelden Negativrekorde. Die WHO warnt vor einem „Tsunami“ von Infektionsfällen.

Ein negativer Rekord jagt den nächsten. Weltweit steigen die Corona-Infektionszahlen wegen der hochansteckenden Omikron-Variante massiv an. Vom 22. bis 28. Dezember wurden mehr als 6,5 Millionen Infektionen weltweit nachgewiesen - der höchste Wochenwert seit Pandemie-Beginn. Die meisten Neuinfektionen aber werden derzeit in Europa registriert. Mehr als 200.000 Neuinfektionen in Frankreich, in Italien haben sich 100.000 Menschen infiziert und Irland meldet mehr als 16.000 frisch Infizierte. Auch Großbritannien, Dänemark und Griechenland vermelden Höchstwerte.

In den vergangenen sieben Tagen wurden insgesamt mehr als 3,5 Millionen Fälle registriert. Das waren durchschnittlich mehr als 510.000 Fälle pro Tag. In früheren Infektionswellen waren in Europa nie mehr als 300.000 Fälle pro Tag registriert worden. In vielen Länder geht die Mehrheit der Infektionen bereits auf die neue Omikron-Variante zurück.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte wegen des gleichzeitigen Zirkulierens der Omikron-und der Delta-Variante vor einem "Tsunami" von Infektionsfällen. "Dies setzt das erschöpfte Gesundheitspersonal und die Gesundheitssysteme, die am Rande des Zusammenbruchs stehen, immens unter Druck und wird es auch weiterhin tun", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Zehn Millionen Italiener könnten in Quarantäne kommen

Trotz der rasant steigenden Infektionszahlen plant die Regierung in Rom, die Quarantäne-Regeln für Personen zu lockern, die in engem Kontakt mit Covid-19-Erkrankten stehen. Die Isolation wird nicht mehr für diejenigen erforderlich sein, die eine Auffrischungsdosis erhalten, den ersten Impfzyklus abgeschlossen haben oder seit weniger als 120 Tage vom Coronavirus genesen sind. Sie müssen fünf Tage nach dem Kontakt einen negativen Test vorweisen.

Wegen der stark wachsenden Infektionszahlen infolge der Omikron-Variante könnten in den nächsten zehn Tagen zehn Millionen Italiener zu Hause unter Quarantäne stehen, entweder weil sie sich selber infiziert haben oder weil sie mit positiv getesteten Personen in Kontakt gekommen sind, schätzen Experten.

Die Anti-Corona-Maßnahmen werden wegen Omikron indes verstärkt. So wird im öffentlichen Verkehr, auch im lokalen und regionalen Nahverkehr, erstmals die 2G-Pflicht eingeführt, geht aus einer Mittwochabend verabschiedeten Verordnung der Regierung von Premier Mario Draghi hervor.

WHO: Risiko durch Omikron „sehr hoch“

Auch in Frankreich treten schärfere Regeln in Kraft: Ab 15. Jänner soll in vielen Lebensbereichen eine 2G-Regel greifen. Tests reichen nicht mehr. Und auf den Straßen der Hauptstadt Paris gilt ab 31. Dezember eine Maskenpflicht. Bei einem Verstoß gegen die neue Richtlinie werde eine Strafe von 135 Euro fällig.

Die WHO stuft das Risiko durch Omikron weltweit weiterhin als "sehr hoch" ein. Omikron habe gegenüber der Delta-Variante einen Wachstumsvorteil mit einer Verdopplungsrate von zwei bis drei Tagen. Die UNO-Organisation erwartet, dass Omikron in Europa zu einer "großen Zahl von Klinikeinweisungen" führen könnte. Dies liege an der zu erwartenden Masse an Infektionen, erklärte Catherine Smallwood von der WHO-Europadirektion.

(APA/AFP/Reuters)

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