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Gartenkralle

Auf ins Paradies

Eine Seerose im eigenen Garten anzusehen macht Freude.
Eine Seerose im eigenen Garten anzusehen macht Freude.Ute Woltron
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Die höchstmögliche Annäherung an den Zustand des Glücks in seiner dauerhaften, immer wiederkehrenden Form: Der Garten ist der ideale Ort, sie zu erreichen.

Wer einen Garten betreut, geht mit Begriffen wie Vergangenheit und Zukunft möglicherweise gelassener um als andere. Da mit den Jahren die Erkenntnis reift, dass es weder gestern noch morgen noch jemals um etwas anderes ging als um den ewigen Kreislauf. Ein Gärtner, versuchte der tschechische Schriftsteller Karel Čapek in seinem Buch „Das Jahr des Gärtners“ allen Nichtgärtnern zu erklären, sei keineswegs, wie landläufig angenommen, ein Wesen, das Blumen züchte. Nein, der Gärtner sei vielmehr damit befasst, „sein Denkmal in einem Düngerhaufen“ zu errichten.

Denn am Anfang stehen nicht die Blumen, sondern das Bemühen um den Humus und um die Fruchtbarmachung der Erde. Nur wenn der Boden die rechte Beschaffenheit erreicht, kann alles andere entstehen. Aber stelle erst einmal einer einen solchen Humus her. Wer nicht mit fruchtbarer, lockerer Scholle gesegnet ist, der hat die Plage mit Kompost und Sand und Umstechen, und das geduldig immer und immer wieder. Jahre kann es dauern, bis sich Erfolg einstellt. Nur die Zähsten kommen da durch.