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Schadenersatz

Brustkrebs: Geld von säumigen Ärzten

Symbolbild digitale Mammographie
Symbolbild digitale Mammographie(c) imago images/Addictive Stock (David Fuentes via www.imago-images.de)
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Die Patientin starb, weil Gynäkologe und Radiologe nicht für rechtzeitige Behandlung gesorgt hatten. Ihre Töchter erbten den Anspruch auf 50.000 Euro Schmerzengeld.

Wien. „Das ist alles, Sie können nach Hause gehen.“ Mit diesen Worten wurde eine Frau nach dem Besuch eines Röntgeninstituts verabschiedet. Das klang beruhigend, war aber fatal falsch. Die Frau starb an Brustkrebs – der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte über einen Schadenersatzanspruch ihrer beiden Töchter zu entscheiden.

Die Mutter hatte einen Knoten in ihrer rechten Brust entdeckt und deshalb ihren Gynäkologen aufgesucht. Der schickte sie zum Radiologen, ohne mit ihr die weiteren möglichen Schritte zu besprechen. Bloß schriftlich erbat er eine Mammasonografie und – falls nötig – eine Mammografie. Bei Ersterer glaubte der Radiologe, ein gutartiges Fibroadenom zu orten; zur Patientin sagte er, dass keine Kalkablagerungen zu sehen seien, die ein Indiz für Krebs wären. Es sehe alles gut aus, sie solle „das“ in Zukunft beobachten. Zur näheren Abklärung werde dennoch eine Mammografie gemacht.