Silvester

So wirr hat sich das alte Jahr musikalisch verabschiedet

„Fledermaus“, Wiener Staatsoper
„Fledermaus“, Wiener StaatsoperStaatsoper Wien
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Die Silvester-Aktivitäten in den Metropolen, die man via Livestream mitverfolgen durfte, hätten unterschiedlicher nicht sein können.

Da war, um lokalpatriotisch zu beginnen, eine solide „Fledermaus“-Aufführung an der Wiener Staatsoper, vor Publikum, aber um die übliche Silvester-Einlage reduziert. Um 22 Uhr war ja coronagerecht Sperrstund'. Maestro Bertrand de Billy ließ sich dennoch nicht hetzen. „Seine“ Ouvertüre hatte zwar mehr Schwung als die, die anderntags gegen Mittag im Neujahrskonzert erklingen sollte, aber wie Daniel Barenboim kostete auch de Billy die Möglichkeiten des philharmonischen Johann-Strauß-Klangs liebevoll aus.

Und die Sängerriege mit alten Bekannten von Clemens Unterreiner bis Wolfgang Bankl wurde dieses Mal angeführt von zwei optisch allzu ungleichen, aber stimmlich überzeugenden Damen: Die Rosalinde von Rachel Willis-Sørensen, auch vokal imposant auftrumpfend, war selbst von den Tücken des Csárdás nicht zu irritieren, Vera Lotte Boecker wiederum demonstrierte im dritten Akt virtuos die theatralische Wandlungsfähigkeit eines Stubenmädels.

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