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Arbeitslose & Omikron

Die Ruhe vor dem Sturm auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitsminister Martin Kocher - hier bei einer Pressekonferenz Mitte Dezember - hat momentan alle Hände voll zu tun.(c) imago images/SEPA.Media (Michael Indra via www.imago-images.de)
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Die Arbeitslosenzahlen haben sich zuletzt von der Coronakrise erholt. Zum Jahreswechsel waren weniger Menschen ohne Job als vor der Pandemie. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen wächst aber rasant, zudem wartet Omikron.

2021 war trotz neuerlicher Lockdowns ein durchwegs erfreuliches Jahr für den heimischen Arbeitsmarkt. Das zeigen die am Montag von Arbeitsministerium und Arbeitsmarktservice (AMS) präsentierten Arbeitslosenzahlen. 336.276 Personen waren zum Jahreswechsel arbeitslos gemeldet, dazu kommen 66.102 Menschen in Schulungen – ergibt insgesamt exakt 402.378 Menschen, die sich beim Rutsch ins neue Jahr in Arbeitslosigkeit befanden.

Das sind um fast 23 Prozent weniger als im Dezember 2020. Allerdings befand sich das Land damals gerade im Lockdown, der Vergleich hinkt also. Dennoch kann sich die Entwicklung als Erfolg verbuchen lassen. Laut neuesten Zahlen sind zu Jahresbeginn nämlich weniger Menschen arbeitslos gemeldet als vor Beginn der Pandemie. Ende Dezember gab es um 5494 weniger Arbeitslose als im Dezember 2019.

Noch 176.000 in Kurzarbeit

Im Verlauf des vergangenen Jahres hat die Arbeitslosigkeit österreichweit gar um rund 130.000 Personen abgenommen, teilte das Arbeitsministerium mit. Insgesamt konnten im Jahresverlauf 613.010 Personen die Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung verlassen. „Das zeigt, dass unsere Maßnahmen wirken und die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt trotz zeitweiser Einschränkungen, die pandemiebedingt notwendig waren, besser ist als erwartet“, so Arbeitsminister Martin Kocher. Dem stimmt auch AMS-Chef Johannes Kopf zu: „Obwohl das zweite Coronajahr aus Sorge vor der Omikron-Variante gastronomisch bereits um 22 Uhr endete, verdient das Jahr 2021 doch Lob für seine Arbeitsmarktentwicklung.“

„Aber pandemiebedingt ist bei Weitem noch nicht alles gut“, so der mahnende Nachsatz des AMS-Chefs.