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Immobilien

Wiener Büromarkt: Wenige Neuflächen sorgen für gute Auslastung

EHL: Trotz der Coronakrise gab es 2021 „erfreuliche Resultate“.

Trotz der Coronakrise und mehrerer einhergehender Lockdowns hat es laut dem Immobiliendienstleister EHL auf dem Wiener Büromarkt voriges Jahr "erfreuliche Resultate" gegeben. Dies gelte, obwohl die Vermietungsleistung mit 170.000 m2 gegenüber 2020 gesunken sei. Der Leerstand bleibe aber weiterhin auf sehr niedrigem Niveau und die Nachfrage nach den - allerdings wenigen - Neuflächen, die auf den Markt kamen, sei gut. Das starke vierte Quartal gebe Zuversicht fürs neue Jahr.

Auf Mieterseite dominierte der (halb-)öffentliche Sektor, so EHL. Auf diesen seien 45 Prozent der Abschlüsse mit über 1000 m2 entfallen, darunter die vier größten Anmietungen. Beachtlich sei auch der Anteil der beratenden Berufe (Steuerberater, Rechtsanwälte, Notare) mit rund 18 Prozent.

Auf ein niedriges Niveau sei hingegen die Neuflächenproduktion gesunken, die im Vorjahr nur mehr 66.700 m2 erreichte. Zudem sei ein Drittel auf hochwertige Renovierungen entfallen. Neubauten hätten nur noch dominiert, weil mit dem Tower Canettistraße und dem Austro Tower gleich zwei große Bürotürme auf den Markt kamen.

Die Neuflächenproduktion von 2021 weist einen Vermietungsgrad von 94 Prozent auf, so EHL. Die Leerstandsrate sei seit Pandemiebeginn nicht gestiegen, sondern aufgrund der geringen Neuflächenproduktion sogar gesunken. Aktuell liege sie auf dem sehr niedrigen Niveau von nur 4,3 Prozent. Die steigende Bedeutung von Homeoffice senke die tatsächliche Büroauslastung aber sehr wohl.

"Der Wiener Büromarkt bewies einmal mehr seine Stabilität und befindet sich keineswegs im Krisenmodus", resümierte Stefan Wernhart, Geschäftsführer der EHL Gewerbeimmobilien GmbH, am Dienstag in einer Aussendung. "Es entstehen zwar wenige, aber durchwegs sehr innovative neue Objekte und der Bestand wird konsequent modernisiert." Diese qualitative Verbesserung entspreche der Situation auf Nachfragerseite, da selten zusätzliche, sehr oft aber höherwertige Flächen gesucht werden. "Diese ausgewogene Entwicklung führt dazu, dass signifikante Leerstände kaum zu verzeichnen sind und die Mieten auf einem stabilen Niveau bleiben", so Wernhart.

(APA)