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Steile Infektionskurve

Omikron-Welle zwingt Impfvorbild Israel zu Strategiewechsel

Überlastet: Auf den Teststraßen bilden sich lange Autoschlangen, wie hier im israelischen AshdodREUTERS
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Israel ändert sein Testregime, impft Ältere ein viertes Mal – und öffnet seine Grenzen.

Jerusalem. Die Begründung für die Grenzöffnung Israels klingt beinahe wie eine Kapitulationserklärung: Die Omikron-Variante des Coronavirus, die Israels Regierung mit der Grenzschließung Ende November hatte aussperren wollen, hat sich inzwischen derart in dem Land ausgebreitet, dass Reisebeschränkungen schlicht sinnlos sind. Die täglichen Fallzahlen schießen in Israel dermaßen steil in die Höhe, dass es auf ein paar infizierte Reisende mehr nicht mehr ankommt. Folgerichtig will Israel seine Grenzen ab Sonntag wieder für Touristen öffnen, die vollständig gegen Covid-19 geimpft oder davon genesen sind.

Israel, dessen hocheffiziente Impfkampagne weltweit bestaunt wurde, muss sich ebenso wie andere Länder auf eine veränderte Pandemielage einstellen, gegen die bewährte Rezepte nicht mehr zu helfen scheinen. Fast 10.000 Neuinfektionen am Tag meldete das Gesundheitsministerium zuletzt. In naher Zukunft erwarten Experten einen Anstieg auf Zahlen, die das Land noch nicht gesehen hat. Der bisherige Rekord liegt bei über 11.000 Neuinfektionen, erreicht wurde er im September, auf dem Höhepunkt der Delta-Variante. Deren Nachfolger, Omikron, gilt als wesentlich ansteckender.

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