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Die Pleitewelle ist noch nicht abgesagt

(c) Getty / Quelle: Kreditreform / Grafik: "Die Presse"
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Zu Jahresende stieg die Zahl der Insolvenzanträge rasant und lag weit über dem Niveau vor der Krise. Hält die Dynamik an, rutschen heuer fast doppelt so viele Firmen in die Pleite.

Es war das große Paradoxon der Pandemie: Schon 2020, als die Wirtschaft im Dauer-Lockdown tief in die Rezession stürzte, gingen dank großzügiger Staatshilfen und Steuerstundungen nur etwa halb so viele Firmen pleite wie üblich. Die erste offizielle Bilanz für das abgelaufene Jahr zeigt ein ähnliches Bild: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stagnierte 2021 bei gut 3000. Die Zahl der Privatinsolvenzen sank leicht auf 7657.

Doch hinter dieser vermeintlichen Stabilität verbirgt sich eine dramatische Entwicklung: So ist bei den Unternehmen die Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren in den letzten drei Monaten des Jahres um 164 Prozent gegenüber 2020 in die Höhe geschnellt, berechnete der Gläubigerschutzverband Creditreform. Verglichen mit dem letzten Quartal 2019, also vor Ausbruch der Coronapandemie, bleibt ein Plus von 87 Prozent.