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Generalaudienz

Papst kritisiert demografischen Rückgang: „Hunde ersetzen Kinder“

Es war die erste Generalaudienz im neuen Jahr.
Es war die erste Generalaudienz im neuen Jahr.imago images/ZUMA Wire (Evandroinetti_vaticanpool_ibanez via www.imago-images.de)
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Vor einem „demografischen Winter“ in hat Papst Franziskus an Weihnachten gewarnt. Nun rät er Paaren erneut zu Kindern zu und appelliert zur Erleichterung von Adoption.

Bei der Generalaudienz am Mittwoch hat sich der Papst über den demografischen Rückgang in Europa besorgt gezeigt. „Neulich sprach ich über den demografischen Winter, den wir heute erleben, dass die Menschen keine Kinder haben wollen, oder zumindest ein Kind und nicht mehr. Und viele, viele Paare haben keine Kinder - aber sie haben zwei Hunde, zwei Katzen. Hunde und Katzen ersetzen Kinder“, kritisierte der Papst und weiter, „Unsere Zivilisation ist ein wenig verwaist.“

Er sprach von einer Verleugnung der Vater- und Mutterschaft. „Das setzt uns herab, nimmt uns die Menschlichkeit. Und so wird die Gesellschaft älter und unmenschlicher, weil der Reichtum der Vaterschaft und der Mutterschaft verloren geht. Und das Vaterland leidet, weil es keine Kinder hat“, erklärte Franziskus, „Wie einer mal etwas humorvoll sagte: Und wer zahlt jetzt die Steuern für meine Rente, wenn es keine Kinder gibt? - Er lachte dabei, aber es ist die Wahrheit. Wer wird sich um mich kümmern?“ 

Alte Denkmuster

Vater- und Mutterschaft seien die Fülle des Lebens eines Menschen. Der Papst sprach sich ebenfalls für Adoption aus. Joseph sei der Adoptivvater und auch der rechtliche Vater Jesus gewesen, so Franziskus. Adoption, das sei im Orient früher weit verbreitet gewesen, viel verbreiteter als heute in unseren westlichen Gesellschaften.

Der Papst rief die Behörden auf, die Adoption zu erleichtern, „indem sie das notwendige Verfahren ernsthaft überwachen, aber auch vereinfachen“. Dass ein Kind zu bekommen oder zu adoptieren ein Risiko bedeute, wisse er. „Es ist ein Risiko, ob auf natürlichem Wege oder durch Adoption. Aber es ist riskanter, keine zu haben. Riskanter ist die Verleugnung der Vaterschaft, die Verleugnung der Mutterschaft, sei sie real oder geistig.“ mutmaßte er weiter, „Ein Mann und eine Frau, die keinen Sinn für Vaterschaft und Mutterschaft entwickeln, ihnen fehlt etwas, etwas Wesentliches, etwas Wichtiges“.

(APA/red)