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Tennis-Eklat

Präsident Vucic: "Ganz Serbien steht hinter Djokovic"

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Empörung in Australien und weiten Teilen der Tennisbranche rief der Versuch von Novak Djokovic hervor, mit "Ausnahmegenehmigung" in Melbourne zu spielen. Seine Abweisung aus Australien empört jetzt Serbiens Präsident Aleksandar Vucic.

Belgrad. "Ganz Serbien steht hinter ihm", schrieb der serbische Präsident Aleksandar Vucic nach einem Telefonat mit Djokovic auf Instagram. "Unsere Behörden werden alle Maßnahmen ergreifen, um die Schikanierung des besten Tennisspielers der Welt binnen kürzester Zeit zu beenden."

Djokovic war mit einer höchst umstrittenen medizischen Ausnahmegenehmigung nach Australien gereist und am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Melbourne gelandet, um dort an den Australian Open teilzunehmen. Das Turnier beginnt am 17. Januar. Die australische Grenzschutzbehörde verwehrte ihm aber die reguläre Einreise - und ließ den 34-Jährigen stattdessen in ein Hotel für Ausreisepflichtige bringen.

Der Tennisprofi hat sich in der Vergangenheit als Skeptiker in Hinblick auf die Corona-Schutzimpfung hervorgetan. Seinen Impfstatus hat er bislang nicht offengelegt. Wäre er geimpft, bräuchte er aber für Australien keine Ausnahmegenehmigung. Die australischen Behörden stornierten das Visum des Sportlers, nachdem dieser die Gründe für die Ausnahmegenehmigung bei der Einreise nicht nachgewiesen hatte.

Nichtsdestotrotz machten die regierungsnahen Medien in der serbischen Hauptstadt Belgrad Stimmung gegen die Entscheidung der australischen Behörden. "Das ist der größte Sportskandal aller Zeiten", titelte das Boulevard-Blatt "Kurir". Ähnlich präsentierte sich die Zeitung "Informer" mit ihrer Titelseite: "Skandal und Schande: Novak in Melbourne festgenommen". 

(Fin/dpa)