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Interview

Militärstratege Feichtinger: "Militärs sind Krisenmanager"

Generalmajor Rudolf Striedinger
Generalmajor Rudolf StriedingerAPA/HANS PUNZ
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Militärstratege Walter Feichtinger über die stärkere Rolle des Bundesheers in der Bekämpfung der Pandemie nach der Bestellung von Generalmajor Rudolf Striedinger zum "Gecko"-Leiter.

Die Presse: In Österreich spielt jetzt, wie auch in mehreren anderen europäischen Ländern, ein Offizier eine zentrale Rolle in der Pandemiebekämpfung. Was kann das Militär besser als Politiker oder Manager?

Walter Feichtinger: Militärs sind ausgebildete Krisenmanager mit unglaublich viel Erfahrung durch die unterschiedlichsten Einsätze. Zweitens: Sie haben ein klares Ziel und keine parteipolitische Orientierung. Das macht sie frei, dass sie sich auf die Aufgabe konzentrieren können und ausschließlich Sachen, die zur Bewältigung der Aufgabe relevant sind, in Betracht ziehen.

Das lernt man in der militärischen Ausbildung?

Das lernt man. Man lernt, die Lage zu beurteilen, die Gesamtsituation zu erfassen, alle relevanten Parameter mit einzubeziehen, um zu Handlungsoptionen zu kommen. Und diese Handlungsoptionen werden dann gegeneinander abgewogen und dem Kommandanten vorgelegt, damit der seine Entscheidung trifft. Genau das braucht man in der jetzigen Situation, wo wir eine rasante Veränderung durch die Pandemie haben.

Eigentlich schreibt man dem Militär eher Hilfsaufgaben zu wie die Organisation von Impfstraßen.