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Geburt

„Frauen fragen, ob ihre Hebamme geimpft ist“

Beate Kayer ist Hebamme und Vorstandsmitglied des Österreichischen Hebammengremiums.
Beate Kayer ist Hebamme und Vorstandsmitglied des Österreichischen Hebammengremiums.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Seit Ausbruch der Coronapandemie mussten allein in Wien rund 400 Schwangere auf einer Covid-Station behandelt werden. Das stellt Hebammen vor eine besondere Herausforderung.

Wien. Es ist ein Beruf, der von achtsamen Berührungen lebt. Ein Beruf, der Empathie, Vertrauen und Verständnis für Frauen in einer vulnerablen Phase verlangt. Und ein wichtiger Beruf, der gerade in Coronazeiten zu einer besonderen Herausforderung wird.

„Die Berührung während der Geburt und während der Schwangerschaft – das hat sich zwar nicht geändert“, erzählt Hebamme Beate Kayer. Allerdings müssten Hebammen nun eine FFP2-Maske tragen, was die Arbeit deutlich erschwere. Dazu komme, dass Schwangere aus Sicherheitsgründen nun mit Handschuhen berührt werden müssten, was naturgemäß die Qualität einer unterstützenden, menschlichen Berührung mindert. „Ich kann es nur von mir sagen“, meint Kayer: „Ich bin restriktiv beim Tragen von Handschuhen und bei der Händehygiene.“

Für eine Schwangere endete die Corona-Infektion tödlich. Die erst 30-Jährige ist im Februar 2021 in der Klinik Ottakring gestorben, hatte der Wiener Gesundheitsverbund erklärt. Das Kind ist gesund, wird aber ohne Mutter aufwachsen.