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Mode-Kooperation

Balmain und Barbie in gemeinsamer Revolution

NFTs aus der Barbie x Balmain-Kooperation.
NFTs aus der Barbie x Balmain-Kooperation.Mattel
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Mit Barbie und dem Modehaus Balmain hat sich ein weiteres branchenübergreifendes Duo zusammengetan. Kreativdirektor Olivier Rousteing nennt die unisex Kollektion seine „kleine Rache“ an Genderstereotypen.

Es ist die erste High-Fashion-Kooperation des Jahres - und den Erwartungen der Szenekenner an das Modejahr 2022 steht sie um nichts nach. Das französische Modehaus Balmain hat sich Barbie, die kultige Plastikpuppe, mit an Bord geholt. Damit reiht sich eine weitere branchenübergreifende Kollaboration in die Reihe der skurrilen Zusammenschlüsse ein - Mode und Spielzeug teilen sich erstmalig eine Bühne.

Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine über 50-teilige von Barbie inspirierte Kollektion für Erwachsene inklusive drei Non-Fungible-Tokens (NFTs), die online versteigert werden. Jedes der digitalen Objekte kommt mit einem physischen Design des Looks in Puppengröße.

Rollenbilder aufbrechen

Beides - die tragbare Kollektion sowie die NFT-Looks - sind unisex. Die Kluft zwischen Barbie und Ken sei damit Geschichte. Wer jetzt sagt, Barbie sei als antiquierter weiblicher Stereotyp ohnehin schon überholt und die Kollektion damit irrelevant, dem sei die Prise Ironie entgegenzuhalten, mit der sie entworfen wurde. „Es ist meine kleine Rache“, sagt Olivier Rousteing, Kreativdirektor von Balmain, dem als kleiner Junge eingetrichtert wurde, er dürfe nicht mit Puppen spielen. Er ergriff deshalb die Chance, eine Kollektion in Zusammenarbeit mit Barbie zu entwerfen und dabei an festgefahrenen Strukturen zu rütteln - den Gendernormen sowie der Rolle der Frau.

Mattel/Rob Rusling

„Barbie repräsentiert eine fröhliche Traumwelt. Es ist nichts falsch an einem Traum, aber wir sollten den Traum vorantreiben und nicht von den 1950er oder 1960er Jahren träumen, sondern vom Jahr 2022“, sagt Rousteing zur Kooperation. In dieser Welt könnte Ken etwa Barbies bester Freund sein, der sich die Kleidung seiner Freundin auch einmal leiht.

Rosarote Brille

Die Kollektion scheint, wie zum Trotz, durch eine rosarote Brille gefiltert zu sein. Typischen Teilen des Modehauses wurde ein rosa bis lila Anstrich verpasst, etwa Matrosenpullover, Stücken aus Satin oder Tweed und aufwendigen Cocktailkleidern. T-Shirts und Sweatshirts wurden mit Grafiken, die von Verpackungen der 1970er Jahre abgekupfert sind, bestückt. Die Accessoires - ein Mix aus kultigen Balmain-Modellen und Pappschachteln mit Fenster, in denen die Puppen damals untergebracht waren.

Die limitierte Kollektion umfasst T-Shirts um 195 Euro bis hin zu einem Abendkleid im Couture-Stil um 29.990 Euro. Am 13. Januar soll sie weltweit erhältlich sein.

(evdin)