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Buch

Der Tod, locker betrachtet

Als Sprecher der Bestattung Wien hat Florian Keusch einen lockeren Zugang zum Thema Tod. Aspekte davon hat er nun in einem Buch gesammelt.
Als Sprecher der Bestattung Wien hat Florian Keusch einen lockeren Zugang zum Thema Tod. Aspekte davon hat er nun in einem Buch gesammelt.Jana Madzigon
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Nüchterne Betrachtungen über den Tod gibt es genug, sagt Florian Keusch. Der Sprecher der Bestattung Wien sammelt Ernstes und Schräges in einem Buch.

Wäre George Michael noch am Leben, würde man die Geschichte heute wohl noch nicht kennen. Als der britische Sänger 2011 nämlich seinen Auftritt in der Wiener Stadthalle absagen musste, weil er mit einer lebensbedrohenden Lungenentzündung im AKH lag, da plante die Bestattung Wien bereits den Abtransport seines Sarges aus Österreich. Weil eine britische Zeitung eine hohe Belohnung für ein Foto des vermeintlich Verstorbenen ausgelobt hatte. Und um genau das unmöglich zu machen, wurde alles für den Fall der Fälle vorbereitet – der Code für die Operation: „Last Christmas“.

Der britische Sänger überlebte damals bekanntlich und gab Monate später sogar ein Konzert zum Dank für die Ärzte. Als George Michael schließlich 2016 in seiner Heimat starb, durfte die Anekdote doch auch an die Öffentlichkeit – wenn auch mit noch mehr Verspätung. „Es war schon ein zeitlicher Abstand notwendig“, sagt Florian Keusch. Der Sprecher der Bestattung Wien und Leiter des Bestattungsmuseums hat Geschichten wie diese nun in einem Buch versammelt.