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Deutsche Bundesliga

Geisterspiele, Abstiegskampf und die ewige Jagd auf Bayern

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Deutsche BundesligaAPA/AFP/CHRISTOF STACHE
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Mehr Spannung als an der Spitze der Tabelle herrscht wieder einmal an deren Ende. Corona hat die Klubs fest im Griff.

Frankfurt. Der Start der Rückrunde der deutschen Fußballbundesliga steht im Zeichen der Pandemie, nicht nur wegen der größtenteils wieder leeren Stadien. Fast alle Klubs müssen positiv getestete Spieler vorgeben, Titelverteidiger Bayern reiste angesichts von neun Ausfällen gar nur mit einer Rumpftruppe zum Auftakt nach Gladbach.

Der Titelkampf: Mit neun Punkten Vorsprung startete Bayern ins Frühjahr, inklusive Tordifferenz sind es quasi sogar zehn auf den einzig realistisch verbliebenen Verfolger Dortmund. Der Titelkampf scheint also wieder einmal vorzeitig entschieden. Ob der BVB es doch noch spannend machen kann, werden die ersten „Wochen der Wahrheit“ weisen: Mit der heutigen Partie in Frankfurt (18.30 Uhr, live, Sky) warten gleich fünf Partien gegen Top-7-Teams. „Das ist eine Chance für uns, die Tabellensituation zu stabilisieren und auch nach vorn ein paar Punkte gutzumachen“, sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

Der Abstiegskampf: Ein Abstiegsplatz dürfte angesichts von fünf Punkten an Fürth vergeben sein, um den zweiten sowie die Relegation wartet ein enger Kampf. Den Zehnten RB Leipzig, der eigentlich andere Ambitionen hatte, und den Tabellen-17. Bielefeld trennen sechs Zähler. Auch prominente Namen spielen einmal um den Klassenerhalt.

Die Herbst-Verlierer: Vizemeister Leipzig darf sich keine Ausrutscher mehr erlauben, fehlen aktuell doch schon sechs Punkte auf die erneute Qualifikation für die Champions League. „Das Gefühl ist gut“, betonte Domenico Tedesco, der im Dezember den glücklosen Jesse Marsch ersetzte. „Die Jungs stellen einige Fragen, wollen es zu 100 Prozent verstanden haben.“ Noch düsterer sieht es für Gladbach (14.) aus, nach fünf Spielen ohne Sieg geht es auch für Trainer Adi Hütter um seine Zukunft. Wolfsburg (13.) hat den Coach schon gewechselt, fünf Niederlagen in Folge sprechen allerdings nicht unbedingt für Florian Kohfeldt. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2022)