Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Energie

Der Winter der „hysterischen“ Preise

Seit dem ersten Jänner ist das Kernkraftwerk im deutschen Grohnde nicht mehr in Betrieb.
Seit dem ersten Jänner ist das Kernkraftwerk im deutschen Grohnde nicht mehr in Betrieb.(c) Julian Stratenschulte / dpa / picturedesk
  • Drucken

Deutschland nimmt Kernkraftwerke vom Netz, Russland liefert weniger Gas – und die Österreicher zahlen um die Hälfte mehr für Strom als die Deutschen. Es gibt einen Ausweg aus dem Dilemma, doch der kostet viel Zeit und Geld.

Wien. Das Wetter hat es gut gemeint mit den Deutschen. Pünktlich zum Jahreswechsel, als Berlin planmäßig die Atomkraftwerke in Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen eingemottet hatte, setzte in weiten Teilen Europas Tauwetter ein. Von der befürchteten Lücke in der Stromversorgung ist vorerst also nichts zu sehen. Stattdessen setzten sich die Turbulenzen an den Strombörsen unvermindert fort.

Am Mittwoch wehte starker Wind in Deutschland, die Windkraftanlagen im Norden sorgen für billigen Strom wie lang nicht mehr. Österreich hatte davon aber leider wieder einmal herzlich wenig. Die heimischen Stromkunden mussten am Mittwoch im Schnitt fast um die Hälfte mehr bezahlen als die Deutschen. Und das, obwohl sie grundsätzlich auf demselben Markt einkaufen sollten.