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Chemisch veränderte Eiweiße

Was zwei Proteine mit Alzheimer verbindet

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Mit dem Alter steigt das Risiko, an einer Form von Demenz zu erkranken. Die Ursache ist unklar, eine These geht von chemisch veränderten Eiweißen im Gehirn aus.

Mehr als 47 Millionen Menschen, davon geht die Weltgesundheitsorganisation aus, sind momentan von Demenz betroffen. Sie vergessen die Namen ihrer Angehörigen, Gesichter von Freunden und haben Schwierigkeiten, sich sprachlich auszudrücken, je nachdem, wie stark die Krankheit ausgeprägt ist. In Österreich gelten zumindest 100.000 Personen als dement. 60 bis 80 Prozent von ihnen leiden an Morbus Alzheimer. Tendenz steigend.

In Fachkreisen wird vermutet, dass die Zahl der Betroffenen bis 2050 auf etwa 230.000 anwächst, da die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, mit zunehmendem Alter steigt. „Zu beachten ist, dass das nur Schätzungen sind“, sagt Reinhold Schmidt, Vorstand der Uni-Klinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Graz. „Tatsächlich gibt es in Österreich keine ordentliche Zählung, wir haben bloß Zahlen aus anderen Ländern, die dann auf die Altersstruktur unserer Bevölkerung umgerechnet werden.“ Der Alltag in Spitälern und Ordinationen lasse jedoch vermuten, „dass wir es mit weit mehr Betroffenen zu tun haben und mit noch einmal mehr, die ohne offizielle Diagnose leben. Hören Sie sich einfach um: Fast jeder kennt jemanden, der Alzheimer hat.“