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Song der Woche

Unglück im Liebesglück: The Weeknd

The Weeknd bei der Superbowl Halbzeit-Show
The Weeknd bei der Superbowl Halbzeit-ShowUSA TODAY Sports
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The Weeknd, 1990 als Abel Makkonen Tesfaye geboren, stieg vom Underground- zum Pop-Star auf. „Here We Go . . . Again“ stammt von seinem fünften Studioalbum „Dawn FM“.

The Weeknd feat. Tyler, The Creator: „Here We Go . . . Again“.Wird The Weeknd alt? Früher kokste Abel Tesfaye, bis er sein Gesicht nicht mehr spürte, heute trinkt er teuren Whiskey, bis der Gaumen brennt, und tritt beim Super Bowl auf. Wenn das nicht etabliert ist, was dann? Kein Wunder, dass er sich für das Cover seines neuen Albums auf alt schminken und für den Sound Synthies aus den Achtzigern importieren ließ. Wie früher protzt er in „Here We Go . . . Again“ mit sexueller Potenz. Aber er singt dabei so lieblich, dass man ihm pubertäres Gehabe zu leicht verzeiht. Frauen kamen selten gut weg in Tesfayes Songs. „Bitches“ waren sie schon oft, dieses Mal hat sich eine in seinen „dick“ verliebt – und er sich in ihr Image? „My new girl, she's a movie star“, jubiliert er. Nun ist er wieder verliebt wider Willen, kann sich das Glück nicht gönnen – auch das ein bekannter Topos in seinem Schaffen: Süßer klingt Selbstgeißelung nie!

Den Song der Woche küren diese Woche Heide Rampetzreiter („Die Presse“) und Christoph Sepin (Radio FM4). Zu hören ist er am Sonntag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr auf FM4. Weitere Infos auf www.diepresse.com/songderwoche und fm4.ORF.at.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2022)