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Interview

Natural-Gem-Chef Schröck: "Leute wollten nur noch Geld loswerden"

Clemens Fabry
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Die Covid-Krise hat die Nachfrage nach Edelsteinen emporschnellen lassen. Natural-Gem-Chef Thomas Schröck erzählt von Rubinen aus Burma, indischen Großhändlern, reichen Koreanern – und Kryptomillionären als neue Kunden.

 Die Presse: Verkaufen Sie zu Weihnachten eigentlich mehr Edelsteine als sonst?

Thomas Schröck: Mit Weihnachten hat das wenig zu tun. Wir sind kein Juwelier. Es gibt aber ein Jahresendgeschäft: Die Leute wissen, wie viel Geld ihnen übrig bleibt, das sie veranlagen können. Und heuer kaufen sie mehr. Es ist viel Geld im Markt, es gibt eine gewisse Politikunsicherheit, es hat auch mit der Geldaufbewahrungsgebühr für größere Summen zu tun.

Es schenkt also niemand Edelsteine als Geschenk?

Nein. Heuer gab es keinen einzigen solchen Kunden, oder doch einen. 90 Prozent sind Anleger, fünf Prozent Sammler und Liebhaber, fünf Prozent Schmuckkäufer.