CES

TU München belegt zweiten Platz bei Roboterauto-Rennen in Las Vegas

APA/AFP/PATRICK T. FALLON
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Mit 270 km/h raste der Münchner Rennwagen mit Laser-Radaren in den Mittelrasen, weswegen das Team Polive, bestehend aus Forschern aus den USA und Italien, als Erster durchs Ziel fuhr.

Das Team der Technischen Universität München hat den zweiten Platz bei einem Wettkampf autonomer Rennwagen am Rande der Technik-Messe CES in Las Vegas belegt. Im Finalrennen unterlag TUM Autonomous Motorsport dem Team Polimove, das aus Forschern aus Italien und der Universität von Alabama besteht.

Das TUM-Fahrzeug rutschte bei einem Tempo von bis zu 270 Kilometern pro Stunde in den Mittelrasen, als es die Zielgerade passierte. Es drehte sich und blieb stehen. Damit hatten die deutschen Ingenieure bei ihrem Ausscheiden noch mehr Glück als ihre Gegner im Halbfinale. Der Rennwagen des Teams TII Euroracing fuhr in eine Betonabgrenzung und wurde schwer beschädigt.

Das Siegerteam bekommt ein Preisgeld von 150.000 Dollar und die Münchner als Zweitplatzierte 50.000 Dollar. "Wir sind schneller gefahren denn je", sagte Maximilian Geißlinger vom TUM-Team. "Wir sind sehr zufrieden." Die Ursachen für das Rausdriften müssten nun erst analysiert werden.

Polimove beherrschte auf der Rennstrecke von Las Vegas Höchstgeschwindigkeiten von gut 270 Kilometern pro Stunde. Die italienischen Forscher des Teams kommen von der Mailänder Hochschule Politecnico di Milano.

Entscheidend ist die Software - Fahrzeuge technisch ident

Im Oktober hatte das TUM-Team das vorherige Rennen in Indianapolis gewonnen, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 218 Kilometern pro Stunde. Polimove sah den Sieg als Revanche für die damalige Niederlage.

Die Rennen werden mit Fahrzeugen mit gleichen technischen Daten gefahren, entscheidend ist die Software, die die Teams entwickeln. Bei dem Wettbewerb geht es darum, abwechselnd Überholmanöver auszuführen. Die Geschwindigkeit steigt dabei schrittweise - bis einer der Teilnehmer nicht mehr überholen kann oder ausscheidet. Die Software führt dabei auf Basis ihrer von den Forschern programmierten Algorithmen komplett eigenständig die Überholmanöver aus.

„Technologie auf die Straße bringen“ 

Die Rennwagen sind mit modernster Technik zum autonomen Fahren wie Laserradaren (Lidar) ausgestattet. Sie werden aber von Verbrennungs- statt Elektromotoren angetrieben, weil die Batteriepacks zu schwer wären.

Die Münchner Forschenden haben nun weitere Pläne: "Wir wollen jetzt die Technologie auf die Straße bringen", teilte der Inhaber des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik an der TU, Professor Markus Lienkamp mit. "Dazu stellen wir unsere Forschungsarbeiten Open Source zur Verfügung." Parallel dazu habe man eine Software-Firma gegründet, die sich um die Serienumsetzung kümmere.

(APA/DPA)

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