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Gastkommentar

Corona nach Omikron: Quo vadis, Virus?

Peter Kufner
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Jede neue Infektion birgt das Risiko einer Mutation, weshalb die nun angestrebte Strategie der „Durchseuchung“ ein Spiel mit dem Feuer ist.

Ersten Studienergebnissen zufolge ist die Omikron-Variante auch für bisher nicht immunisierte Personen weniger gefährlich als die davor dominierende Deltavariante. Einige sehen sich schon wieder einmal fast am Ende des Tunnels: So würden im Laufe der Zeit alle Viren durch Mutationen weniger gefährlich, bis von ihnen ebenso wenig Gefahr ausgeht wie von der saisonalen Grippe. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Die Logik der Evolution

Um herauszufinden, in welche Richtung sich das neuartige Coronavirus entwickelt, haben wir im Sommer 2021 am Schumpeter-Zentrum der Universität Graz ein theoretisches Modell entworfen, das die Ausbreitung und evolutionäre Weiterentwicklung eines Virus gleichermaßen simulieren kann. In der Studie, welche vor Kurzem von einer international begutachteten Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, standen zwei Fragen im Vordergrund: Welche Charakteristika erweisen sich bei Viren als besonders vorteilhaft (und bieten somit einen evolutionären Vorteil)? Wie wirken sich Eindämmungsmaßnahmen auf die langfristige Evolution eines Virus aus?