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Studie

Wie Einsamkeit Männer krank macht

Viele Jahre alleine zu leben, wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.die zeit
Viele Jahre alleine zu leben, wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.(c) 2020 Getty Images
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Aufeinanderfolgende Trennungen, lange Jahre des Alleinlebens, Scheidung. Eine Studie zeigt, dass besonders Männer auch körperlich unter Einsamkeit leiden.

Einsamkeit macht krank - mit dieser Feststellung verbindet man vor allem negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Eine Studie aus Dänemark hat nun festgestellt, dass langes Alleinsein sich auch aufs körperliche Wohlbefinden auswirkt. 

Geschlechtsunterschiede bei der Einsamkeit

Über 26 Jahre hinweg haben dänische Forscher die Daten von insgesamt 5000 Studienteilnehmenden ausgewertet, zwei Drittel davon waren Männer, ein Drittel Frauen. Das Durchschnittsalter aller Teilnehmenden war 54 Jahre. Unter anderem wurde zwei Entzündungsmarker im Blut dokumentiert.

Die Auswertung zeigte eine klare Disparität zwischen den Geschlechtern: Während Männer, die sieben Jahre oder länger allein lebten oder mehrere aufeinanderfolgende Trennungen durchmachten, waren diese Entzündungsmarker durchwegs am höchsten. Bei Frauen konnte dieser Zusammenhang nicht festgestellt werden. Auch unterschiedliche Reaktionen abhängig vom Bildungsgrad der Teilnehmenden konnte die Studie keine ausmachen, und das, obwohl Angehörige dieser Gruppe sich eher trennen oder scheiden lassen.

Unterschiedliche Reaktionen

Die Auswirkung auf die Entzündungsmarker kommt, den Forschenden zufolge, von den unterschiedlichen Reaktionen auf Einsamkeit. Während Männer auf Trennung eher nach außen reagieren, also beispielsweise anfangen zu trinken, würden Frauen eher nach innen reagieren und häufiger depressive Symptome entwickeln. Männer würden es außerdem oftmals an emotionalem Austausch fehlen, da ihr Bewältigungsmechanismus darauf ausgerichtet sei, keine Schwäche zu zeigen.

Eine geringe Anzahl von Trennungen über die Lebenszeit verteilt oder kürzere Phasen des Alleinlebens seien aber noch kein Gesundheitsrisiko, so die Studie. Signifikante Entzündungswerte seien erst bei einer hohen Anzahl von Trennungen oder allein verbrachter Jahre erkennbar - sie könnten sich letztlich sogar auf die Sterblichkeit auswirken.

>>> zur Studie

(chrima)