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Übernahme

Kiennast und Unimarkt finden "österreichische Lösung" für Lekkerland

Die Übernahme von Lekkerland Österreich durch Rewe scheiterte an Bedenken der Kartellwächter. Nun kommen zwei heimische Lebensmittelhändler zum Zug.

Die deutsche Billa-Mutter Rewe verdankte im Vorjahr ihren Umsatzsprung im Vorjahr um zwölf Milliarden Euro der Übernahme des Fachgroßhändlers Lekkerland. In Österreich durfte Lekkerland wegen kartellrechtlicher Bedenken nicht unter das Dach von Rewe schlüpfen, mit zweijähriger Verzögerung gibt es für die Lekkerland Handels- und Dienstleistungs GmbH mit Sitz in Ternitz nun doch einen neuen Eigentümer. Die UNIK GmbH  übernimmt, vorbehaltlich der Freigabe durch die Bundeswettbewerbsbehörde, 100 Prozent der Anteile. UNIK, das sind je zur Hälfte die niederösterreichische Kiennast Gruppe mit Sitz in Gars am Kamp und die oberösterreichische Unimarkt Gruppe mit Sitz in Traun. Zum Kaufpreis gibt es keine Angaben.

„Für uns ist der Kauf ein wichtiger, logischer Schritt auf dem Weg zum führenden nationalen Anbieter für umfassende Lösungen bei stationären und automatisierten Vertriebsmöglichkeiten. Der Fokus liegt dabei auf Lebensmittel“, erklärte Julius Kiennast am Mittwoch. „Für unsere bestehenden Kunden und die Kunden von Lekkerland ermöglicht der Zusammenschluss den umfassenden Zugriff auf erprobte LEH-Konzepte, eine Sortimentsweiterung im Bereich Bio, Regional und Convenience und rund 30.000 sofort verfügbare Artikel“, ergänzte Unimarkt-Geschäftsführer  Andreas Haider.  Die Erschließung neuer Absatzmärkte, etwa in Innenstadtlagen, oder auf Bahnhöfen und ein noch stärkerer Fokus auf den Point-of-Sale (POS) seien wichtige Punkte unserer Zukunftsstrategie.

„In einer – auch durch Corona – schwierigen Zeit ermöglicht uns das Know-How und das Potential von Lekkerland im sogenannten Unterwegsgeschäft Wachstum und Ausbau unserer Marktposition. Unser ambitioniertes Ziel ist die Marktführerschaft im Convenience-Bereich. Wir sind überzeugt, dass wir das in den nächsten Jahren erreichen“, so Kiennast und Haider.

Die Kiennast Gruppe setzte im Vorjahr 94 Millionen Euro um, 5,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Sie beschäftig 365 Mitarbeiter, hat 140 Einzelhandelskunden (davon 55 Nah&Frisch-Partner), sowie 2000 Kunden aus Gastronomie, Hotellerie, Großküchen und Catering. Zudem werden 250 Tankstellenshops beliefert. Die Unimarkt Gruppe setzt 440 Millionen Euro um, beschäftigt rund 3000 Mitarbeiter und beliefert 457 Standorte (davon 132 Unimarkt-Shops und 328 Nah&Frisch/Land lebt auf).

(APA)