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Überm Tellerrand

Wie funktionieren Unis anderswo?

Überfüllung, hohe Kosten, zu wenig Geld: Das sind die Probleme des österreichische Hochschulsystems. Ein Blick ins Ausland zeigt mögliche Lösungen. Die Systeme sind unterschiedlichster Art - aber in sich schlüssig.
02.01.2017 um 15:25
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Überfüllung, hohe Kosten, zu wenig Geld: Während eine Studienplatzfinanzierung samt Zugangsregelungen und Formen der privaten Mitfinanzierung am politischen Willen scheitert, fehlt für den Ausbau der Plätze das Geld. Wie funktionieren Unis anderswo?
Überfüllung, hohe Kosten, zu wenig Geld: Während eine Studienplatzfinanzierung samt Zugangsregelungen und Formen der privaten Mitfinanzierung am politischen Willen scheitert, fehlt für den Ausbau der Plätze das Geld. Wie funktionieren Unis anderswo?
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Manche Länder sind bei den öffentlichen Ausgaben geizig, der private Anteil an der Finanzierung ist dagegen hoch. In anderen Ländern wiederum greift der Staat tief in die Tasche. Jene Länder, die das Studium kostenfrei anbieten, beschränken meist den Zugang. Ist der Zugang hingegen frei, wird es teuer. So oder so: In sich sind die Systeme meist schlüssig.
Manche Länder sind bei den öffentlichen Ausgaben geizig, der private Anteil an der Finanzierung ist dagegen hoch. In anderen Ländern wiederum greift der Staat tief in die Tasche. Jene Länder, die das Studium kostenfrei anbieten, beschränken meist den Zugang. Ist der Zugang hingegen frei, wird es teuer. So oder so: In sich sind die Systeme meist schlüssig.
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Der Staat pumpt nur ein Prozent des BIP in die Unis. Privatspenden und Stiftungen staffieren die Unis mit weiteren zwei Prozent aus. Der Rest kommt von den Studenten: Eine Spitzenausbildung ist teuer. Selbst staatliche Hochschulen wie Berkeley in Kalifornien verlangen 30.000 Dollar pro Jahr. Die Unis bieten Stipendien ab, bis zu einem Zehntel der Studenten sind völlig gebührenbefreit.
Der Staat pumpt nur ein Prozent des BIP in die Unis. Privatspenden und Stiftungen staffieren die Unis mit weiteren zwei Prozent aus. Der Rest kommt von den Studenten: Eine Spitzenausbildung ist teuer. Selbst staatliche Hochschulen wie Berkeley in Kalifornien verlangen 30.000 Dollar pro Jahr. Die Unis bieten Stipendien ab, bis zu einem Zehntel der Studenten sind völlig gebührenbefreit.
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Chinas Jugend wird vom Kindergartenalter an darauf getrimmt, das zentrale Zugangsexamen für ein Studium an einer der tausend Universitäten zu bestehen. 9,6 Millionen Chinesen wetteifern dabei um 6,6 Millionen Plätze. Studiengebühren reichen von einigen hundert Euro bis zu mehreren tausend Euro pro Jahr. Dafür gibt es Stipendien und Studentenkredite.
Chinas Jugend wird vom Kindergartenalter an darauf getrimmt, das zentrale Zugangsexamen für ein Studium an einer der tausend Universitäten zu bestehen. 9,6 Millionen Chinesen wetteifern dabei um 6,6 Millionen Plätze. Studiengebühren reichen von einigen hundert Euro bis zu mehreren tausend Euro pro Jahr. Dafür gibt es Stipendien und Studentenkredite.
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Der Albtraum jedes deutschen Abiturienten, der Numerus Clausus, lenkt in Deutschland die Studierendenströme. In überlaufenen Fächern wird nach dem Abi-Notenschnitt selektiert. In mehreren Bundesländern, etwa in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen gibt es Studiengebühren. Am höchsten sind sie in Hamburg mit bis zu 800 Euro pro Semester.
Der Albtraum jedes deutschen Abiturienten, der Numerus Clausus, lenkt in Deutschland die Studierendenströme. In überlaufenen Fächern wird nach dem Abi-Notenschnitt selektiert. In mehreren Bundesländern, etwa in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen gibt es Studiengebühren. Am höchsten sind sie in Hamburg mit bis zu 800 Euro pro Semester.
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Für Inländer gilt der Numerus Clausus, Ausländer sind als Geldquelle gern gesehen. Die von den Unis autonom festgelegten Gebühren sind für Ausländer mehr als doppelt so hoch als für Australier. Für die gilt eine Obergrenze zwischen 3100 und 6400 Euro pro Semester, die vorerst der Staat übernimmt. Erst ab einem Jahreseinkommen von 32.000 Euro werden Rückzahlungen fällig.
Für Inländer gilt der Numerus Clausus, Ausländer sind als Geldquelle gern gesehen. Die von den Unis autonom festgelegten Gebühren sind für Ausländer mehr als doppelt so hoch als für Australier. Für die gilt eine Obergrenze zwischen 3100 und 6400 Euro pro Semester, die vorerst der Staat übernimmt. Erst ab einem Jahreseinkommen von 32.000 Euro werden Rückzahlungen fällig.
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Die Unis sind staatlich finanziert – aber mehr schlecht als recht: In den Gebäuden bröckelt der Putz, oft fehlt das Geld für Heizung, Glühbirnen oder Mikrofone. Das Studium ist gratis, bis zum Abschluss kann es aber lang dauern. Wer schneller und bequemer studieren will, schreibt sich an einer der etlichen Privatunis ein. Diese müssen sich dafür mangelnde wissenschaftliche Qualität vorwerfen lassen.
Die Unis sind staatlich finanziert – aber mehr schlecht als recht: In den Gebäuden bröckelt der Putz, oft fehlt das Geld für Heizung, Glühbirnen oder Mikrofone. Das Studium ist gratis, bis zum Abschluss kann es aber lang dauern. Wer schneller und bequemer studieren will, schreibt sich an einer der etlichen Privatunis ein. Diese müssen sich dafür mangelnde wissenschaftliche Qualität vorwerfen lassen.
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Zu viele statt zu wenige Akademiker hat Russland. Die Anzahl der Unis wird nun reduziert. Rund 1,5 Millionen Studenten besuchen eine staatliche Hochschule, zwei Drittel davon zahlen nichts. Einzige Studienvoraussetzung: Das zentrale Staatsexamen. Zehn Prozent scheitern daran. Das staatliche Stipendium ist mit 27 Euro nur symbolisch.
Zu viele statt zu wenige Akademiker hat Russland. Die Anzahl der Unis wird nun reduziert. Rund 1,5 Millionen Studenten besuchen eine staatliche Hochschule, zwei Drittel davon zahlen nichts. Einzige Studienvoraussetzung: Das zentrale Staatsexamen. Zehn Prozent scheitern daran. Das staatliche Stipendium ist mit 27 Euro nur symbolisch.
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Wer es in Frankreich nach ganz oben schaffen will, versucht es an einer Eliteschule. Um bei den strengen Aufnahmeprüfungen für die „Grandes Ecoles“ eine Chance zu haben, absolvieren viele Kandidaten jahrelang spezielle Vorbereitungsklassen. Im Gegensatz zu den normalen staatlichen Unis zahlt man dort oft mehrere tausend Euro pro Jahr.
Wer es in Frankreich nach ganz oben schaffen will, versucht es an einer Eliteschule. Um bei den strengen Aufnahmeprüfungen für die „Grandes Ecoles“ eine Chance zu haben, absolvieren viele Kandidaten jahrelang spezielle Vorbereitungsklassen. Im Gegensatz zu den normalen staatlichen Unis zahlt man dort oft mehrere tausend Euro pro Jahr.
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Dänemark ist das Schlaraffenland für Studenten: Inländische und EU-Studenten zahlen keine Gebühren, die Dänen bekommen noch dazu das Leben vom Staat finanziert. Alle erhalten eine „Ausbildungsstütze“ von 610 Euro pro Monat. Die Platzvergabe wird nach dem Notenschnitt geregelt. Die Unis bekommen Geld pro Student.
Dänemark ist das Schlaraffenland für Studenten: Inländische und EU-Studenten zahlen keine Gebühren, die Dänen bekommen noch dazu das Leben vom Staat finanziert. Alle erhalten eine „Ausbildungsstütze“ von 610 Euro pro Monat. Die Platzvergabe wird nach dem Notenschnitt geregelt. Die Unis bekommen Geld pro Student.
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