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Konzerthaus

Stählerner Klang aus Norwegen

Konzerthaus Wien
Konzerthaus WienGEPA pictures
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Sopranistin Lise Davidsen und Leif Ove Andsnes am Klavier mit Grieg, Strauss und Wagner: mehr hochdramatisches Versprechen als lyrische Erfüllung.

Tandaradei! Walther von der Vogelweides lautmalerischen Vogelruf angesichts von trautem Liebesgetändel komponiert Edvard Grieg in „Die verschwiegene Nachtigall“, einem seiner deutschen Lieder op. 48, elementar als naturnah wirkende Dreiklangsfigur, die sich durch die tiefere, leisere Wiederholung in terzverwandter Tonart romantisch-träumerisch färbt. Ein reizvoller Kontrast zum bewusst altertümlich anmutenden, vierstimmigen Klaviersatz. Ja, es gab auch solch zarte Momente in Davidsens erstem Wiener Liederabend, bei dem ihr kein Geringerer als Leif Ove Andsnes assistierte.

Waren diese Momente rar? Das vielleicht nicht gerade – aber sie wurden nie zu Höhepunkten des sängerischen Ausdrucks, hinterließen stets weniger bleibenden Eindruck als die Spitzen rückhaltloser stimmlicher Expansion: Deren Fortissimo brachte im plötzlich klein wirkenden Mozartsaal so manche Ohren zum Klingeln.