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The Dead Class
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Musical

Eine Schulstunde für angehende Attentäter

Die Theatergruppe Toxic Dreams lässt in "The Dead Class“ jugendliche Amokläufer in einem Musical an ihren Manifesten arbeiten.

Fünf Burschen in Schuluniform. Lümmeln an ihren Pulten, starren in die Luft, malen einen Penis auf die Tafel. Den der Lehrer zu Beginn der Stunde unbeeindruckt wegwischt. Solche Streiche sind nichts Besonderes für ihn. Und schon gar kein Alleinstellungsmerkmal für jugendliche Amokläufer.

Es ist eine gewagte Anordnung, die die formal und inhaltlich spielfreudige Wiener Theatergruppe Toxic Dreams im WUK als englischsprachiges Musical auf die Bühne bringt: „The Dead Class“ zeigt eine Schulstunde für „school shooters“. „Ist das die Klasse, die ihre Klasse umbringen will?“, fragt der Lehrer (Markus Zett als so unbeirrter wie uncooler Pädagoge). Mittelklasse, upper class, Schulklasse – welche Klasse auch immer eliminiert werden soll, hier erfahren aggressive Außenseiter die nötige theoretische Vorbereitung. Und lernen, wie man ein Manifest schreibt. Denn, so erklärt der Lehrer: Ohne ein Manifest sind sie nichts.