Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Teuerung

Ein Kontinent, (fast) hilflos im Sturm der Preise

Die Großhandelspreise für Strom und Gas sind zuletzt rapide angestiegen.
Die Großhandelspreise für Strom und Gas sind zuletzt rapide angestiegen.Getty Images/Image Source
  • Drucken

Europa muss heuer eine Billion Dollar für Energie ausgeben. Das dämpft die Kaufkraft und bringt Haushalte in Bedrängnis. In Österreich kommt 2022 ein weiterer Preistreiber dazu, warnt die Notenbank.

Wien. Wem in diesem Winter angesichts der hohen Energiepreise kalt wird, soll Hampelmänner machen, Ingwer essen oder mit dem Haustier kuscheln. Diese Tipps hatte der britische Stromversorger Ovo Energy für seine fünf Millionen Kunden parat, die sich über um bis zu 50 Prozent höhere Rechnungen beschwert hatten. Der Shitstorm ließ nicht lang auf sich warten, das Unternehmen hat sich mittlerweile in aller Form für den „wenig hilfreichen“ Blog-Eintrag entschuldigt. Aber das eigentliche Problem ist damit nicht aus der Welt geschafft.

Die europäischen Großhandelspreise für Strom und Gas in Europa haben sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Eine echte Entspannung ist nicht in Sicht. Chris O'Shea, Chef des British-Gas-Eigentümers Centrica, erwartet, dass Erdgas noch zwei Jahre lang so teuer bleiben wird. Gas deckt ein Viertel des gesamten europäischen Energiebedarfs. Entsprechend hoch dürfte die Rechnung ausfallen, die der Kontinent heuer begleichen muss, um Wohnungen warm und Unternehmen in Betrieb zu halten. Europa wird 2022 rund eine Billion US-Dollar (880 Milliarden Euro) für Energie ausgeben, schätzen die Analysten der Citigroup. Diesmal ist es nicht der Ölpreis, der die Kosten nach oben treibt. „Gas und Strom werden in Europa unerschwinglich teuer“, schreiben die Autoren. Den Konsumenten stünden „einige harte Entscheidungen bevor“.