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Freiwillige

Keine Lust auf schwierige Covid-Patienten?

Das Rote Kreuz hängt schon längst Richtlinien aus, wie man sich vor militanten Covid-Leugnern schützen kann.
Das Rote Kreuz hängt schon längst Richtlinien aus, wie man sich vor militanten Covid-Leugnern schützen kann.Barbara Gindl / APA / picturedes
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Der Hausärztliche Notdienst für Covid-Patienten lässt sich in Oberösterreich kaum mehr besetzen. Warum?

Die Stimmung sei schon vor Wochen gekippt. So erzählt es jedenfalls der Allgemeinmediziner, der regelmäßig bei Covid-Patienten in Oberösterreich Hausbesuche macht. Wenn er jetzt zu Covid-Patienten fährt, dann seien „fünf von sechs Einsätzen“ bei Impfgegnern. Und das sei schwierig.
Die Leute seien jetzt uneinsichtiger als früher, widerspenstiger. Sie würden nicht glauben, dass sie Covid haben. Manche wollen unbedingt das Entwurmungsmittel Ivermectin verschrieben bekommen. Andere bestehen auf Vitamin-C-Infusionen und Zink, weil sie schulmedizinische Hilfe ablehnen. Der Höhepunkt, erzählt er, sei eine Hausärztin gewesen, die selbst krank wurde und angerufen habe, weil ihre alternativen Heilmethoden nicht mehr halfen.

„Die Stimmung ist ungut“, sagt der Arzt, der unerkannt bleiben will. Zu sehr werden Mediziner wie er mittlerweile von radikalen Impfgegnern angegriffen und belästigt. Die Situation hat Auswirkung. Der Covid-Händ in Oberösterreich, bei dem der Arzt regelmäßig mitfuhr, ist seit Wochen kaum in Betrieb zu halten. Der Covid-Händ ist der Hausärztliche Notdienst in Oberösterreich. Er wurde zu Beginn der Pandemie extra für Covid-Patienten ins Leben gerufen. Der normale Händ läuft unabhängig davon. Der (Covid-)Hausärztliche Notdienst fährt jeden Tag von 19 Uhr bis sieben Uhr in der Früh. Ist also wirklich für Notfälle gedacht, wenn sonst kein Arzt da ist.