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Brüssel-Briefing

Das Papiertigerchen Europa schnurrt selbstzufrieden

EU defence ministers attend a meeting in Brest
Zaungäste des Ringens um Europas Zukunft: Josep Borrell, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, und Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly, am Mittwochabend in Brest.REUTERS
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Während Amerikaner und Russen die Zukunft des Kontinents aushandeln, üben sich die Außen- und Verteidigungsminister der EU im Verfassen hochtrabender Manifeste über ihre „strategische Autonomie“.

Gymnich ist in Brest: nein, es hat keine Verschiebung der Kontinentalplatten gegeben, das reizvolle nordrhein-westfälische Wasserschloss ist nicht in die bretonische Hafenstadt versetzt worden, sondern es treffen sich heute, Donnerstag, die Verteidigungs- und Außenminister der EU in Brest zu ihrem halbjährlichen informellen Meinungsaustausch. Der heißt im EU-Jargon „Gymnich“, weil dort im Jahr 1974 zum ersten Mal in diesem Format parliert wurde.

Zu bereden haben die 26 Minister viel - 26, nicht 27, denn der neue niederländische Außenminister, Wopke Hoekstra, ist nach dem positiven Covid-Test eines seiner Kinder in Quarantäne (er selbst ist zuerst negativ getestet, dann auch positiv). Ukraine und Belarus, China, Afrika: an weltpolitischen Problemen und Herausforderungen gebricht es derzeit wahrlich nicht.