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Fragwürdige Empfehlung

Krypto-Anleger verklagen Kim Kardashian

Kim Kardashian muss sich für ihr Werbeverhalten verantworten.
Kim Kardashian muss sich für ihr Werbeverhalten verantworten.(c) imago images/Runway Manhattan
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Kim Kardashian und Floyd Mayweather werden von Anlegern verklagt, die auf deren Empfehlung hin beim Kauf von Ethereum Max-Token viel Geld verloren haben.

Kim Kardashian und der ehemalige Profi-Boxer Floyd Mayweather haben unabhängig voneinander ein Investment in Ethereum Max-Tokens empfohlen - vermutlich im Gegenzug für eine hohe Summe, denn die Kosten für ein Instagram Werbeposting von Kardashian werden derzeit auf über 500.000 Dollar geschätzt. Die unüberlegte Empfehlung könnten den beiden aber jetzt noch teurer kommen, enttäuschte Käufer des beworbenen Investments aus den USA verklagen die beiden nun auf Schadenersatz.

Dubiose Empfehlungen

Während Kardashian im Juni 2021 via Instagram auf Ethereum Max aufmerksam machte, zierte das Logo der Kryptowährung Mayweathers Hose bei einem Boxkampf. Er hatte auch schon zuvor, im Rahmen einer Bitcoin-Konferenz, über die Währung gesprochen.

Seit diesen Aktionen hat die Währung 97 Prozent des Wertes verloren - enttäuschte Anleger werfen den beiden nun irreführende und falsche Aussagen vor und verlangen von den Promis, die Verluste mit den durch die Werbung erzielten Gewinnen auszugleichen. In Expertenkreisen gilt „Emax“ bereits als Pump-and-Dump-Investmentobjekt. Hier wird der Wert eines Produkts künstlich hochgetrieben, damit Insider mit Gewinn aussteigen können, während Einsteiger mit hohen Verlusten zurückbleiben.

Ob man Kardashian und Mayweather tatsächlich böse Absicht nachweisen kann, ist allerdings schwer abzuschätzen - Erfahrungen mit dubiosen Empfehlungen haben sie allerdings beide bereits gemacht. Kardashian wurde im September von einer britischen Finanzaufsichtsbehörde vorgeladen, weil sie ihre 250 Millionen Instagram-Follower in eine „Kryptoblase mit dem Anschein des schnellen Reichtums“ gelockt habe. Und Mayweather kassierte bereits im Jahr 2018 eine Strafe für intransparente Werbung.

Stars und Kryptowährungen

Prominente für Kryptowährungen werben zu lassen, ist kein neues Phänomen. Elon Musk sorgte schon mit Tweets über die Währung Dogecoin  für Aufsehen, für die er stark kritisiert wurde. Auch Hollywoodstars wie Reese Witherspoon oder Matt Damon sind mit entsprechenden Werbeauftritten schon unangenehm aufgefallen.

(red)