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Contact Tracing

Salzburg schickt Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne

Salzburg setzt das Contact Tracing weitgehend aus.
Salzburg setzt das Contact Tracing weitgehend aus.(c) APA/FRANZ NEUMAYR (FRANZ NEUMAYR)
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Wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen werden vorerst nur mehr Infizierte behördlich erfasst. Nur in sensiblen Bereichen gibt es noch ein umfassendes Contact Tracing.

In Salzburg muss das Contact Tracing nun vor der hohen Zahl täglicher Corona-Neuinfektionen kapitulieren. Bis auf Weiteres werden nur mehr infizierte Personen behördlich erfasst und in Quarantäne geschickt. Nahe Kontaktpersonen wie Haushaltsangehörige werden nicht mehr behördlich abgesondert, teilte das Land am Donnerstag mit. Ein umfassendes Kontaktpersonenmanagement gebe es weiter für sensible Bereichen wie Seniorenwohnhäuser und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Enge Kontaktpersonen werden auch nicht mehr aktiv einem behördlichen Test zugeführt, erklärte Oberst Peter Schinnerl, der Leiter des zentralen Corona-Managements des Landes. Er appellierte an die Eigenverantwortung. "Wenn man positiv getestet wird, kommt es jetzt auf jeden einzelnen an, sein Umfeld zu kontaktieren." Weiter nicht als Kontaktpersonen gelten dreifach geimpfte Personen und wenn dauerhaft und korrekt FFP2-Maske getragen wurde.

Stufenplan aktiviert

Noch am Mittwoch hatte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) in der Sitzung des Landtagsausschusses erklärt, dass der Stufenplan des Landes für das Contact Tracing aktiviert wurde. Dazu habe man Personen aus dem Landesdienst und von der Salzburg AG zur Hilfe gebeten. "Bis 2.000 Fälle am Tag sind noch halbwegs ordnungsgemäß machbar, bei zwischen 2000 bis 4000 Fällen am Tag können nur mehr Indexpersonen erfasst werden." Darüber hinaus sei das Contact Tracing nicht mehr sinnvoll durchzuführen.

Nach dem Allzeithoch mit 2514 Neuinfektionen binnen 24 Stunden am gestrigen Mittwoch, wurden Donnerstag früh für Salzburg 1736 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der aktiv infizierten Personen im Bundesland beträgt aktuell laut EMS 12.643. Weiter stabil stellt sich die Situation in den Spitälern dar: In der Früh befanden sich 60 Covid-19-Patienten im Spital, davon 15 auf der Intensivstation.

(APA)