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Nahost

Der Iran ködert via Social Media Spioninnen in Israel

FILE PHOTO: People pose with laptops in front of projection of Facebook logo in this picture illustration taken in Zenica
Irans Geheimdienst nützt auch Soziale Medien, um an Informanten zu kommen - gerne auch an weibliche.REUTERS
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Mehrere Frauen fielen auf Kontaktaufnahmen per Facebook herein, deren wahres Motiv zunächst nicht offensichtlich war. Sie wurden jahrelang für diverse Aktionen eingesetzt, einige von ihnen machten auch weiter, nachdem sie die Sache durchschaut hatten. Teheran nutzt diese Methode offenbar immer öfter.

Der Schattenkrieg zwischen dem Iran und Israel spielt sich nicht nur auf den Meeren, in unterirdischen Atomanlagen oder Geheimdienstzentralen ab, sondern auch auf Facebook: Wie Israels Inlandsgeheimdienst Shin Bet dieser Tage enthüllte, hatte ein iranischer Agent jahrelang Kontakte zu israelischen Frauen via Facebook – und diese dazu gebracht, allerlei Missionen für ihn auszuführen, wenn auch mit durchwachsenen Ergebnissen.

Der Mitteilung zufolge hat sich der Mann, der unter dem Namen Rambod Namdar auftrat, als iranischer Jude ausgegeben und gezielt Israelinnen kontaktiert, die iranische Wurzeln haben. Der Geheimdienst nennt vier Verdächtige, allesamt Frauen zwischen 40 und 60 Jahren. Demnach bat dieser Namdar die Frauen, diverse Aufträge für ihn auszuführen, und bezahlte sie bisweilen auch dafür, die Reder ist von jeweils mehreren Tausend US-Dollar.