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Gastkommentar

Von dicken Katzen im Klassenkampf

Fat Cat Day: Die Arbeiterkammer setzt mitten in der Pandemie die Zwangsbeiträge aller Arbeitnehmer für Dirty Campaigning ein.

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Wie viel darf Ihr Vorgesetzter im Vergleich zu Ihnen verdienen, damit es angemessen ist? Auch wenn sich der ein oder andere jetzt denkt, viel besser für die Führungsposition geeignet zu sein, so ist es für die meisten Arbeitnehmer doch nachvollziehbar, dass mit steigender Verantwortung auch ein höheres Gehalt einhergeht. Ein System, das es nicht nur in der Privatwirtschaft gibt, sondern auch in der Politik, bei öffentlich Beschäftigten oder den Sozialpartnern selbst. Der Kanzler verdient mehr als seine Minister. Diese mehr als die Mitarbeiter in den Kabinetten.

Was bleibt, ist die Frage, wie viel höher diese Entlohnung ausfallen soll oder darf. Wer selbst Mühe hat, sich hierzu ein Bild zu machen, dem hilft die Arbeiterkammer (AK). Sie ist der Meinung, dass die Manager der heimischen börsenotierten Unternehmen viel zu viel verdienen. In einer kreativen Berechnung liefert die AK gleich den Beweis: Ein durchschnittlicher ATX-Vorstandsvorsitzender hat bei einem Arbeitspensum von zwölf Stunden am Tag schon am 9. Jänner 2022 so viel verdient, wie ein mittlerer Angestellter im ganzen Jahr. Eine Botschaft, die sitzt. Und die von allen wichtigen Medien des Landes unhinterfragt übernommen wird.