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Umfrage

Die eigenen vier Wände kosten Geld

(c) FOLTIN Jindrich
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Wohnen. Die Österreicher empfinden ihre Wohnkosten zunehmend zur Belastung. Deutlich mehr als die Hälfte gibt mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens dafür aus.

Wie aus einer aktuellen Umfrage des Immobilienportals ImmoScout24 hervorgeht, empfindet rund ein Viertel der Österreicher die Wohnkosten als belastend. Als besonders drückend werten Mieter in Stadtlagen ihre Wohnkosten, darunter viele junge Leute unter 30 Jahren. Mit zunehmendem Alter und Entfernung zu den städtischen Ballungsräumen nimmt die Belastung laut Analyse ab. Im Bundesländervergleich fühlen sich die Wiener am stärksten belastet (30 Prozent), in den restlichen Bundesländern liegt dieser Anteil bei rund einem Viertel oder etwas darüber. Als „Goldene Regel“ gibt die Mietervereinigung aus, maximal ein Drittel des Nettoeinkommens für Wohnen zu verwenden. Die Praxis sieht jedoch anders aus: 58 Prozent der Befragten liegt teils deutlich darüber.

Pandemie belastet Finanzen

Die Pandemie als Grund für einen Anstieg der finanziellen Belastung durch die Wohnkosten nimmt immerhin jeder fünfte Österreicher wahr. Besonders Bewohner von Miet- und Gemeindeimmobilien haben eine Mehrbelastung durch die Corona-Krise erlebt. Auch Mieter kleinerer Wohnungen bis 70m2 und unter 30-Jährige leiden durch die Krise mehr. Für diese hat Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24, jedoch eine gute Nachricht: „Die Zahl der neuen Mietwohnungen in Wien hat sich im vergangenen Jahr von 10.000 auf 13.000 erhöht. Die Zahl der neuen Eigentumswohnungen hat sich im selben Ausmaß reduziert. Durch das höhere Angebot könnte sich längerfristig auch der Mietmarkt weiter entspannen“, meint der Experte.