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Fünfte Corona-Welle

16.822 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz über 1000

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Die höchsten Sieben-Tages-Inzidenzen haben weiterhin die westlichen Bundesländer und Wintertourismusgebiete.APA/BARBARA GINDL
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Heute werden 16.822 Neuinfektionen gemeldet. In den Spitälern werden 903 Corona-Patienten behandelt, davon 228 auf den Intensivstationen. Seit gestern sind sieben Menschen verstorben. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 1004,1.

Die Omikron-Variante des Coronavirus beschert Österreich weiterhin ein sehr hohes Level an täglichen Neuinfektionen. Heute melden die Ministerien 16.822 neue Fälle. Das ist nach dem Mittwoch mit 17.006 neuen Fällen der zweithöchste Tageswert seit Pandemiebeginn vor beinahe zwei Jahren. Fast 5.000 weitere Infizierte meldete allein die Bundeshauptstadt Wien.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt weiterhin deutlich über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage. Dieser klettert heute auf 12.814 - um 1148 höher als gestern. So schnell ist der Schnitt auch in der vierten Corona-Welle nicht angestiegen. Erstmals seit Ende November liegt auch die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mit 1004,1 wieder über der 1000er-Marke. Auch dieser Wert steigt weitaus schneller als in den vergangenen Corona-Wellen.

In den Krankenhäusern bleiben die Zahlen weiterhin stabil. Österreichweit werden derzeit 903 Covid-19-Patientinnen und -Patienten stationär behandelt - ein leichter Anstieg von 14 Erkrankten im Vergleich zu gestern. 228 Schwerkranke müssen intensivmedizinisch betreut werden. Das sind um acht Personen weniger als am Vortag. 

Innerhalb von 24 Stunden sind sieben Menschen mit einer Corona-Infektion verstorben. Seit Beginn der Pandemie waren es bereits 13.905 Corona-Tote. Allein in der vergangenen Woche gab es 75 Todesopfer zu beklagen.

360.000 Menschen in Quarantäne

Österreichweit gibt es heute 117.790 bestätigte aktive Fälle, um 10.973 mehr als am Tag zuvor. 360.000 Menschen sind laut Rotkreuz-Bundesrettungskommandant Gerry Foitik, der auch Gecko-Mitglied ist, am Freitag in Österreich bereits in Quarantäne gewesen. Diese dürfen bzw. können ihr Zuhause nicht mehr verlassen, "weil sie zu krank dafür sind, infiziert sind oder Kontaktperson sind. Tendenz seit Tagen stark steigend", so Foitik im Kurznachrichtendienst Twitter.

Foitik sprach angesichts der Zahlen von einem "Minilockdown". "Der sich für Betroffene nicht 'mini' anfühlt“.

Höchstwerte bei Inzidenzen

Die meisten Neuinfektionen verzeichnet auch am Freitag die Bundeshauptstadt. 4932 wurden allein aus Wien gemeldet. Die Sieben-Tages-Inzidenz steigt in der Stadt damit auf 1393,7 - hier wird seit einer Woche täglich ein neuer Höchstwert erreicht. Noch höhere Inzidenzen haben die westlichen Bundesländer Salzburg und Tirol mit 1861,2 bzw. 1556,9. So hoch wie heute, war die Inzidenz auch in diesen Bundesländern noch nicht. Die Sieben-Tages-Inzidenzen in den restlichen Bundesländer liegen noch unter 1000, wobei Vorarlberg mit 943,6 diesem Wert schon sehr nahe ist.

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 1.411.421 bestätigte Corona-Fälle gegeben. Als genesen gelten 1.279.726 Personen. Die meisten Neuinfektionen seit Donnerstag meldete Wien mit 4.932, in Niederösterreich waren es 2.548, in Tirol 2.425 und in Oberösterreich 2.030. Salzburg registrierte 1.861 weitere Infizierte, die Steiermark 1.387, Vorarlberg 821, Kärnten 561 und das Burgenland 257.

71,4 Prozent mit gültigem Impfschutz

6,38 Millionen Österreicher und somit 71,4 Prozent hatten am Freitag einen gültigen Impfschutz. Mehr als vier Millionen Menschen - exakt 4.006.363 - haben mit Stand Donnerstag die Drittimpfung erhalten und somit die Grundimmunisierung der Corona-Schutzimpfung abgeschlossen. Das sind 44,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Am höchsten ist die Rate der geboosterten Menschen - wie allgemein in Sachen Immunisierung - im Burgenland. Hier haben bereits mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner, genau 53 Prozent, die dritte Corona-Schutzimpfung erhalten.

Am gestrigen Donnerstag wurden österreichweit 54.524 Impfungen verabreicht. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.677.304 Personen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Genau 6.377.489 Menschen und somit 71,4 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz.

Änderung der Teststrategie angekündigt

Seit Donnerstag gab es beinahe eine Million Corona-Tests. Doch das PCR-Testssystem hat in den vergangenen Tagen in weiten Teilen Österreichs für Probleme gesorgt, außerhalb von Wien könnte es künftig nicht mehr für alle diese aussagekräftigen Analysen geben. Generalmajor Thomas Starlinger, Mitglied der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (GECKO), hatte in der "ZIB Nacht" eine Änderung der Teststrategie angekündigt.

Österreichweit wurden seit Donnerstag 774.748 aussagekräftige PCR-Tests eingemeldet, die Positivrate betrug 2,2 Prozent. Rund 60 Prozent der Analysen wurden in Wien durchgeführt, die Positivrate lag in der Bundeshauptstadt bei so hohen Testzahlen bei rund ein Prozent. In der vergangenen Woche wurden österreichweit täglich rund 651.000 PCR-Tests analysiert, davon lieferten zwei Prozent positive Resultate.

Im Vergleich dazu wurden vor genau einem Jahr 25.286 PCR-Tests eingemeldet. Am 14. Jänner 2021 lag die Positivrate bei dieser geringen Zahl an Analysen bei 13,85 Prozent. Die Ministerien hatten damals 3.510 Neuinfektionen und 53 Todesfälle binnen 24 Stunden registriert. Damals waren aber erst rund 68.000 Menschen erstmals gegen das Coronavirus geimpft worden, es gab noch einen Mangel an Impfstoffen. Im Krankenhaus mussten vor genau einem Jahr 2.086 Menschen behandelt werden, 361 benötigten eine intensivmedizinische Versorgung.

(red./APA)