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Instagram

Stars ernähren sich gerne ungesund

Burger, Pommes und Alkohol - so ernähren sich Prominente auf Instagram.
Burger, Pommes und Alkohol - so ernähren sich Prominente auf Instagram.(c) AFP or licensors
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Ein Forschungsteam aus den USA hat ausgewertet, mit welchen Speisen sich Stars gerne auf Instagram abbilden. Das Ergebnis: Bewusste Ernährung schaut anders aus.

Zwischen Authentizität und Inszenierung bewegen sich nicht nur Privatpersonen auf Instagram, sondern gerade auch berühmte Menschen - bei ihnen wird aufgrund hoher Followerzahlen ganz besonders genau hingeschaut. So hat das beispielsweise ein Forschungsteam des Department of Psychology der Stanford University und der Booth School of Business der University of Chicago getan und zahlreiche Postings von Stars, Sternchen und Sportlern wissenschaftlich ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: 87 Prozent der untersuchten Profile zeigen ungesunde Ernährungsgewohnheiten.

 

Die Top 200 auf Instagram

Ausfindig gemacht wurden die Social Media Accounts der 200 populärsten Film- und Fernsehstars, Sängerinnen und Sänger sowie die beliebtesten Sportler und Sportlerinnen aus dem Jahr 2018. 181 von ihnen waren auf Instagram vertreten - gesamt kamen sie auf eine Followerschaft von 5,7 Milliarden Menschen.  Von diesen Accounts erreichten nur neun Celebrities einen gesunden Ernährungsscore, die große Mehrheit ernähre sich laut Studie sehr ungesund.

 

Aufgeschlüsselt wurde, welche Speisen auf Fotos und in Storys wie oft vorkamen - gezählt wurden da etwa Donuts, Schokolade, Pizza, Bier, Wein und Cocktails, aber eben auch Salat, Wasser oder Gemüse. Die registrierten Nahrungsmittel wurden danach ihrer Werthaltigkeit entsprechend, also nach Nährwert, Fettsäuren und Ähnlichem, klassifiziert. Dabei hätten sich erwartbare Vorurteile bestätigt: Während weibliche Promis mehr Zuckerhaltiges zu sich nehmen, konsumieren Männer mehr Alkohol. Von den vertretenen Berufsgruppen trinken Musikerinnen und Musiker generell am meisten.

 

Werbung und Realität

Über 3000 konkrete Postings wurden für die Studie analysiert - als Werbung waren davon nur 147 gekennzeichnet. Das Forschungsteam geht also von einem relativ realistischen und ungeschönten Ergebnis aus. Obwohl das konkrete Bewerben von Ernährungsprodukten bei Stars und Prominenten offenbar weniger im Vordergrund steht, als bei professionellen Influencern, hätten freilich auch Prominente enormen Einfluss auf ihre Follower, wie in der Studie betont wird. Sie fungieren für viele als Vorbilder und würden gesellschaftliche Maßstäbe setzen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie besagt übrigens auch, dass Postings mit ungesunden Inhalten bei der Followerschaft weit besser ankommen, als mahnende Erinnerungen daran, was denn am gesündesten sei. Stellt sich also die Frage, ob es nicht vielleicht deswegen mehr glamouröse Ausgehfotos mit Cocktails in der Hand auf Social Media gibt als Abbildungen vom gesunden Snack zwischendurch.

>>> zur Studie

(chrima)