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Konjunkturindikator

Bank Austria hofft auf Konjunkturerholung ab Frühjahr

APA/TOBIAS STEINMAURER
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Während im Sommer noch eine Erholung auf breiter Basis zu erkennen gewesen sei, verlangsamte sich diese im Winter durch Infektionswellen und Lieferengpässe. Ab dem Frühjahr hoffen die Experten der Bank auf eine Verbesserung.

Der Winter läuft wegen Lockdowns und anderen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie nicht so gut für die heimische Konjunktur. Der Bank-Austria-Konjunkturindikator ging im Dezember deutlich zurück, vor allem der Dienstleistungssektor wird durch die Corona-Maßnahmen stark belastet. Bau und Industrie werden von den Maßnahmen zwar kaum berührt, leiden aber an Lieferproblemen. Ab dem Frühjahr hoffen die Experten der Bank auf eine Verbesserung.

"Die Abschwächung der Pandemie im Frühjahr und das Nachlassen der Lieferprobleme ab Jahresmitte werden das Erholungstempo voraussichtlich wieder erhöhen", heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Konjunkturindikator. "Wie in früheren Lockdownphasen bzw. Zeiträumen mit verschärften Pandemiemaßnahmen wiederholt sich derzeit ein Auseinanderdriften der unterschiedlichen Sektoren der österreichischen Wirtschaft, nachdem über den Sommer noch eine einheitliche Erholung auf breiter Basis zu beobachten war", vermerkt Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Am Bau ist die Stimmung jetzt schon auf dem dritthöchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung. Dank voller Auftragsbücher können die gestiegenen Kosten an die Kunden weitergegeben werden. Weiters haben die Lieferprobleme etwas nachgelassen. Auch in der Industrie ist die Stimmung gut. Im Gegensatz dazu erleiden "einige Dienstleistungsbranchen, wie Teile des Handels und des Tourismus, massive Geschäftseinbußen begleitet vom Einbruch der Verbraucherstimmung", so Bruckbauer. Die Kauflust der Verbraucher leidet an den Corona-Maßnahmen.

"Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Omikron-Virusvariante werden in den nächsten Wochen spürbar belasten, jedoch voraussichtlich die Wirtschaftsentwicklung geringer als im Vorjahr dämpfen", schreibt Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. Eine Rezession zeichne sich im Winter nicht ab.

(APA)