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Notenbank

US-Präsident Biden will die Fed-Spitze diverser machen

US-Präsident Biden
US-Präsident BidenImago images/UPI Photo
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Für den siebenköpfigen Vorstand sind vier Frauen und zwei schwarze Gouverneure nominiert.

Washington. Joe Biden hat nach Presseinformationen die Kandidaten für die noch offenen Posten bei der US-Notenbank Fed nominiert. Mit seinen personellen Vorschlägen setzt der US-Präsident wie versprochen auf mehr Vielfalt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Kreise berichtete.

So will Biden neben Sarah Bloom Raskin, die die oberste Bankenaufsicht übernehmen soll, mit den Ökonomen Lisa Cook und Philip Jefferson zwei Afroamerikaner als Gouverneure ins Amt heben. Cook wäre die erste schwarze Frau der Vorstand der Fed. Die drei Neuen sollen das Gremium um Jerome Powell vervollständigen, den Biden im November für weitere vier Jahre als Fed-Chef bestimmt hatte. Die derzeitige Gouverneurin Lael Brainard will der Präsident zur stellvertretenden Vorsitzenden machen.

Sollte der Präsident seine Kandidaten durchbekommen, wäre dies eine Premiere für den siebenköpfigen Vorstand der Fed, in dem dann vier Frauen und zwei schwarze Gouverneure sitzen würden. Die studierte Ökonomin und Juristin Raskin war bereits zwischen 2010 und 2014 als Gouverneurin Mitglied der Fed, bis sie unter Ex-Präsident Barack Obama zur stellvertretenden Sekretärin im Finanzministerium berufen wurde. Lisa Cook arbeitet als Professorin für Wirtschaftswissenschaften und internationale Beziehungen an der Michigan State University. Der Ökonom Jefferson arbeitet am Davidson College in North Carolina.

Der republikanische Senator Pat Toomey aus Pennsylvania äußerte „ernste Bedenken“ gegen die Nominierung Raskins. Er befürchte, dass sie sich von den Mandaten der Fed – Förderung von Vollbeschäftigung und Preisstabilität – entfernen werde. (ag)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.01.2022)