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Palermo

Impfungen vorgetäuscht: Italienische Krankenschwester festgenommen

Symbolbild: Auf Videos ist zu sehen, dass die Spritze am Arm der Patienten angesetzt wurde, ohne Flüssigkeit zu injizieren.
Symbolbild: Auf Videos ist zu sehen, dass die Spritze am Arm der Patienten angesetzt wurde, ohne Flüssigkeit zu injizieren.APA/AFP/BAY ISMOYO
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Die Frau soll so getan haben, als würde sie einem Ehepaar ein Vakzin gegen das Coronavirus spritzen - verabreichte es aber eine Binde und warf die Dosen weg.

Die Polizei hat eine Krankenpflegerin in Palermo festgenommen, die Impfungen gegen das Coronavirus vorgetäuscht haben soll. Konkret soll sie so getan haben, als würde sie einem Ehepaar Impfstoff spritzen, warf jedoch die Dosen weg. Wie aus Videoaufnahmen hervorgeht, spritzte die Krankenpflegerin den Impfstoff in eine Binde und setzte die Spritze am Arm der Patienten an, ohne Flüssigkeit zu injizieren. Dafür wurde die 58-Jährige wegen Betrugs festgenommen, berichteten italienische Medien am Samstag.

Die Festgenommene ist Kollegin einer Krankenpflegerin in derselben Impfstation in Palermo, die im Dezember mit einem bekannten Impfgegner auf Sizilien sowie drei weiteren Männern festgenommen worden war, wie italienische Medien berichteten. Auch diese Krankenpflegerin hatte pro vorgetäuschter Impfung 100 Euro verlangt.

In Italien sind bereits mehrere Betrügereien mit Impfungen ans Licht gekommen. Ein Arzt aus der mittelitalienischen Stadt Ascoli Piceno wurde vor einigen Tagen wegen des Verdachts festgenommen, 150 Corona-Impfungen vorgetäuscht zu haben. Damit sollen 73 Menschen Impfzertifikate erhalten haben, obwohl ihnen keine einzige Dosis gespritzt wurde, lautet der Verdacht der Ermittler. Dem Arzt wird schwerer Betrug vorgeworfen.

 

(APA/dpa)