Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Premiere

Ein Gebet nach dem Massaker

Am Ende ein Kaddisch: Sona MacDonald gedenkt der ermordeten Juden von Rechnitz.(c) Philine Hofmann
  • Drucken

In der Josefstadt hat Anna Bergmann Elfriede Jelineks Drama „Rechnitz“ bilderreich und hoch musikalisch in Szene gesetzt.

Premiere am Samstag in Wien: Erstmals wurde im Theater in der Josefstadt ein Stück von Elfriede Jelinek geboten: „Rechnitz (Der Würgeengel)“, 2008 in den Münchner Kammerspielen uraufgeführt, zählt zu den Meisterwerken der österreichischen Nobelpreisträgerin, es enthüllt eine Menge historischer Verdrängung, trifft mit seinem Sarkasmus so gnadenlos genau wie einst „Der Herr Karl“. In Jelineks Dramawird der Massenmord von Nazis an jüdischen Zwangsarbeitern thematisiert, die von Ungarn an den „Südostwall“ getrieben worden waren, um dort Schanzungen zu bauen.