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Frankreich

"Die dümmste Linke der Welt"

Christiane TaubiraAPA/AFP
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Nach der Kandidatur von Ex-Justizministerin Christiane Taubira herrscht im linken Lager ein Getümmel. Die Chancen für die Stichwahl am 24. April sind verschwindend gering.

Lyon lag im Nebel – ein wenig so wie Frankreichs Linke –, als Christiane Taubira am Samstag in der drittgrößten Stadt des Landes ihre Präsidentschaftskandidatur erklärte. Lang hatte die Ex-Justizministerin die Nation über ihre Ambitionen im Unklaren gelassen. An der Rhone wärmte die bald 70-Jährige ihre Anhänger mit Parolen von sozialer Gerechtigkeit und Ökologie, mit der Forderung nach Erhöhung des Mindestlohns, einem Grundeinkommen für die Jungen von 800 Euro und 100.000 neuen Pflegekräften – ein Katalog, den ihre acht Konkurrenten im linken Lager so auch unterschreiben könnten.

Die Jahre unter Präsident Emmanuel Macron seien „extrem hart“ für Arme und Arbeitslose gewesen, konstatierte Taubira, die charismatische Galionsfigur des linken Flügels der von Macron zertrümmerten Sozialisten. Sie war einst für die Unabhängigkeit von Französisch-Guyana eingetreten, hatte die Ehe für alle propagiert und war 2016 in der Kontroverse um die Aberkennung der Staatsbürgerschaft für verurteilte Terroristen zurückgetreten.