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Psychische Gesundheit

Wie sich Jugendliche besser selbst helfen können

Symbolfoto zum Thema Einsamkeit und Isolation: Eine Frau sitzt nachts auf der Couch und schaut in ein Smartphone. Berli
Zu lange Bildschirmzeiten, wenig Bewegung, unregelmäßiger Schlaf: Faktoren, die die mentale Gesundheit beeinträchtigen können, warnt Christopher Pieh.(c) imago images/photothek
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Auf einer neuen Website gibt Experte Christoph Pieh Hilfe zur Selbsthilfe bei psychischen Problemen. Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) appelliert für eine „Enttabuisierung“ von Depressionen und Ängsten.

Seit Beginn der Pandemie untersucht Christoph Pieh, Professor für Psychosomatische Medizin und Gesundheitsforschung an der Donauuniversität Krems, welche Effekte diese auf die Psyche von Jugendlichen hat. Seine aktuellste Studie sorgt seit ihrer Veröffentlichung im Dezember für Alarmstufe Rot unter Medizinern und Politikern: 62 Prozent der Mädchen und 38 Prozent der Burschen zwischen 14 und 20 weisen mittelgradig depressive Symptome auf. Rund ein Fünftel denkt täglich oder beinahe täglich an Suizid. Insgesamt haben sich Suizidversuche von Jugendlichen seit Beginn der Pandemie verdoppelt.

Keine andere Bevölkerungsgruppe sei mehr vom Anstieg psychischer Verstimmungen betroffen, warnte Pieh am Donnerstag im Beisein von Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP). Um dem Problem ressortübergreifend zu begegnen, schnürt die Bundesregierung nun ein 180 Millionen Euro schweres Förderpaket. Es umfasst neben mehr Geld für Therapieplätze auch mehr Mittel u.a. für Förderunterricht, Schulveranstaltungen, Schulpsychologie, Schulsport oder Sozialarbeit.