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Schlepper

Nach Schüssen an der Grenze: Ministerin Tanner belobigt Soldaten

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) kündigt an, die Situation zu evaluieren, um die Sicherheit für die an der Grenze stationierten Soldaten zu gewährleisten.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) kündigt an, die Situation zu evaluieren, um die Sicherheit für die an der Grenze stationierten Soldaten zu gewährleisten.APA/HANS PUNZ
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Am Vortag hatte ein Schlepper an der ungarischen Grenze auf Bundesheersoldaten geschossen. Die Verteidigungsministerin spricht von einer "weiteren Stufe der kriminellen Energie".

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat am Dienstag jene vier Bundesheersoldaten belobigt, auf die ein Schlepper am gestrigen Montag an der ungarischen Grenze Schüsse abgegeben hat. "So was hat es noch nie gegeben, dass auf österreichische Soldaten geschossen wurde", sagte Tanner am Grenzübergang Nickelsdorf. Eine derartige Tat sei "eine weitere Stufe der kriminellen Energie".

Die Ministerin überreichte den drei Milizsoldaten und dem Wachtmeister vom Jägerbataillon 17 jeweils eine persönliche Anerkennungsmedaille als Dank. Was die Sicherheit der an der Grenze diensttuenden Soldaten in Zukunft betrifft, so werde man angesichts dieses Vorfalls die Situation evaluieren, sagte Tanner. Das betreffe etwa die Einsatztaktik, die Schutzausrüstung oder bauliche Maßnahmen. Der Eigenschutz der Soldaten gehe vor, sagte die Ministerin.

Schüsse auf Bundesheersoldaten

Soldaten wollten am Montag in der Früh das Fahrzeug mit ungarischen Kennzeichen beim Grenzübergang Bildein (Bezirk Güssing) kontrollieren, der Fahrer stieg jedoch aufs Gas. Der Wagen wurde auf einem Feldweg verfolgt, als er dann von der Straße abkam. Ein Verdächtiger lief daraufhin Richtung Ungarn davon und schoss von ungarischem Staatsgebiet aus zweimal auf die Bundesheerangehörigen. Sie blieben unverletzt, ebenso die zwölf Flüchtlinge, die sich in dem großen Van befanden.

Einer der Schlepper, ein 22-jähriger Moldawier, wurde gefasst; nach dem Schützen, einem 26-jährigen Moldawier, wird gefahndet. Es ist nach Angaben der Polizei weiterhin unklar, ob es sich um eine scharfe oder eine Schreckschusswaffe gehandelt hat.

(APA)